How do solar panels work? - Richard Komp - YouTube

Channel: TED-Ed

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Übersetzung: Johannes Duschner Lektorat: Angelika Lueckert Leon
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Die Erde fängt viel Sonnenenergie auf:
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173 Tausend Terawatt.
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Das ist zehntausend Mal mehr Energie als die Erdbevölkerung verbraucht.
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Könnte sich die Welt eines Tages
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vollständig auf Sonnenenergie verlassen?
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Um die Frage zu beantworten,
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muss man untersuchen, wie Solarmodule Sonnenenergie in elektrische umwandeln.
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Solarmodule bestehen aus kleineren Einheiten, den Solarzellen.
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Die gebräuchlichsten Solarzellen sind aus Silizium hergestellt,
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einem Halbleiter, der das zweithäufigste Element auf der Erde ist.
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In einer Solarzelle
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ist kristallines Silizium zwischen zwei leitfähigen Schichten eingeschlossen.
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Jedes Siliziumatom ist mit seinen Nachbarn durch vier starke Bindungen verknüpft,
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die Elektronen an Ort und Stelle halten, so dass kein Strom fließt.
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Hier ist die Lösung:
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Für Solarzellen werden zwei verschiedene Schichten aus Silizium verwendet.
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Das Silizium vom N-Typ hat zusätzliche Elektronen
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und Silizium vom P-Typ hat Zusatzraum für Elektronen, sogenannte Löcher.
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Wo sich beide Silizium-Typen berühren,
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wandern Elektronen über den p-n-Übergang,
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hinterlassen auf einer Seite eine positive Ladung
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und erzeugen eine negative Ladung auf der anderen Seite.
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Man kann sich Licht als Strom winziger Teilchen vorstellen,
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Photonen genannt,
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die aus der Sonne herausschießen.
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Wenn ein Photon mit genug Energie auf die Solarzelle auftrifft,
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kann es ein Elektron aus seiner Bindung herausschlagen und ein Loch zurücklassen.
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Das negativ geladene Elektron und die Stelle des positiv geladenen Lochs
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sind jetzt frei beweglich.
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Aber wegen des elektrischen Feldes am p-n-Übergang
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bewegen sie sich nur in eine Richtung.
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Das Elektron wird zur n-Seite gezogen,
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während das Loch zur p-Seite gezogen wird.
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Die beweglichen Elektronen werden an der Oberseite der Zelle gesammelt.
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Von dort fließen sie durch einen äußeren Stromkreis
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und verrichten elektrische Arbeit,
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wie eine Glühbirne zum Leuchten bringen,
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bevor sie über das rückseitige, leitfähige Aluminiumblech zurückkehren.
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Jede Siliziumzelle produziert nur ein halbes Volt,
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aber man kann sie in Modulen aufreihen, um mehr Strom zu erhalten.
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Zwölf Solarzellen sind ausreichend, um ein Mobiltelefon zu laden,
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wohingegen man viele Module braucht, um ein Haus zu versorgen.
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Elektronen sind die einzigen beweglichen Teile in einer Solarzelle
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und sie gehen dahin zurück, wo sie herkamen.
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Es gibt nichts, was sich abnutzt oder aufgebraucht wird,
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so dass Solarzellen Jahrzehnte halten können.
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Was hält uns davon ab, uns vollständig auf Sonnenenergie zu verlassen?
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Es sind politische Faktoren im Spiel,
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ganz zu schweigen von Unternehmen, die versuchen, den Status quo zu erhalten.
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Aber im Moment konzentrieren wir uns
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auf die physikalischen und logistischen Herausforderungen:
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Die ersichtlichste ist, dass Solarenergie auf der Erde ungleich verteilt ist.
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Manche Gebiete sind sonniger als andere.
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Sie ist auch unbeständig.
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An bewölkten Tagen oder nachts ist weniger Sonnenenergie verfügbar.
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Die vollständige Abhängigkeit würde effiziente Wege erfordern,
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um Elektrizität von sonnigen Flecken zu bewölkten zu bekommen
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und die wirksame Speicherung von Energie.
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Der Wirkungsgrad der Zellen ist auch eine Herausforderung.
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Wenn Sonnenlicht reflektiert, anstatt absorbiert wird
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oder herausgelöste Elektronen in ein Loch zurückfallen,
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bevor sie durch den Stromkreis fließen,
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ist die Photonenenergie verloren.
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Die Solarzellen mit dem derzeit höchsten Wirkungsgrad
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verwandeln nur 46 % des verfügbaren Sonnenlichts in Elektrizität
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und die meisten kommerziellen Systeme haben einen Wirkungsgrad von 15–20 %.
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Trotz dieser Begrenzungen
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wäre es tatsächlich möglich,
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die ganze Welt mit der heutigen Solartechnologie mit Strom zu versorgen.
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Man bräuchte die Finanzierung, um die Infrastruktur aufzubauen
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und ziemlich viel Platz.
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Schätzungen reichen von 25 000 bis 250 000 Quadratkilometer,
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was viel erscheint,
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aber die Wüste Sahara umfasst alleine 8 Millionen Quadratkilometer Fläche.
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Inzwischen werden Solarzellen besser und billiger
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und treten in Wettbewerb mit der Elektrizität aus dem Netz.
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Neuerungen wie schwimmende Solarparks können die Landschaft völlig verändern.
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Die Gedankenspiele beiseite,
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über eine Milliarde Menschen
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haben insbesondere in Entwicklungsländern, von denen viele sonnig sind,
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keinen Zugang zu einem verlässlichen Stromnetz.
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An diesen Orten
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ist Sonnenenergie bereits viel billiger und sicherer als verfügbare Alternativen
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wie Petroleum.
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Für Finnland oder Seattle etwa
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kann es allerdings noch ein weiter Weg zu effektiver Sonnenenergie sein.