The Silk Road and Ancient Trade: Crash Course World History #9 - YouTube

Channel: CrashCourse

[0]
Hallo, mein Name ist John Green, das ist Crash Course: Weltgeschichte,
[3]
und heute werden wir über die Seidenstraße sprechen, die so heißt, weil sie keine Straße und nicht aus Seide ist.
[10]
Also, das ist ein T-Shirt. Es wurde designt in Belgien und beinhaltet Baumwolle aus Brasilien und Texas,
[15]
welche in China zu Stoff verarbeitet, genäht in Haiti, bedruckt in Washington wurde,
[20]
mir in Indiana verkauft wurde, und nun da ich zu dick bin, um es zu tragen,
[24]
wird es seinen Weg nach Kamerun oder Honduras oder sogar zurück nach Haiti finden,
[27]
Können wir einen Moment innehalten, um zu bedenken, dass die meisten T-Shirts
[31]
mehr von der Welt sehen als die meisten von uns-
[33]
Mr. Green, Mr. Green, T-Shirts können die Welt nicht sehen, weil sie keine Augen haben.
[37]
Schau, Vergangenheits-Ich, es fällt mir schwer einzugrenzen, was ich am Meisten an dir hasse,
[40]
weil es so viel zu hassen gibt.
[42]
Aber ziemlich weit vorne ist dein unnachgiebiges Talent, alles interessante und schöne über unsere Spezies zu ignorieren
[47]
zu Gunsten deinem kleinlichen Jammern,
[50]
bei dem niemand etwas von Wert verliert oder gewinnt.
[51]
Ich werde ein Hemd mit Kragen anziehen, denn wir sind hier, um das große Ganze anzugehen.
[54]
[Titelmusik]
[63]
Die Seidenstraße hat den Handel nicht gestartet, aber seinen Umfang radikal vergrößert
[67]
und die Beziehungen, die von meist unbekannten Händlern geknüpft wurden,
[73]
haben die Welt wohl mehr verändert als irgendein politischer oder religiöser Anführer.
[75]
Sie war besonders cool, wenn man reich war, weil man endlich was hatte wofür man Geld ausgeben konnte
[78]
außer für Tempel. Aber selbst wenn man nicht reich war, hat die Seidenstraße das Leben von jedem,
[83]
der in Afrika und Eurasien lebt, verändert, wie wir heute sehen werden. Lasst uns direkt zur Gedankenblase gehen.
[87]
Wie bereits erwähnt war die Seidenstraße keine Straße. Archäologen, die in Usbekistan arbeiten,
[91]
haben keinen Haufen an Vorfahrt-beachten-Schilder und Baby an Bord Sticker gefunden.
[96]
Es war ein Landweg, auf dem Händler Wahren zum Handeln befördert haben.
[99]
Aber es waren eigentlich zwei Wege: Einer, der den östlichen Mittelmeerraum und Zentralasien verband
[104]
und einer, der von Zentralasien bis nach China führte.
[107]
Um es noch komplizierter zu machen, beinhaltete die Seidenstraße viele Seewege:
[111]
Viele Wahren erreichten Rom über das Mittelmeer
[112]
und Wahren aus Zentralasien fanden ihren Weg über den Pazifik nach Japan und sogar Java.
[117]
Also sollten wir uns die Seidenstraße nicht als Straße sondern als ein Netzwerk aus Handelswegen vorstellen.
[121]
Aber so wie heute reisten die Wahren mehr als die Menschen, die sie handeln:
[126]
Sehr wenige Händler bereisten die gesamte Seidenstraße. Stattdessen bewegten sie sich hin und her zwischen Dörfern,
[130]
wo sie an Händler verkauften, die die Waren weiter in Richtung ihres Ziels brachten,
[135]
wobei jeder die Preise auf dem Weg dahin anhob.
[136]
Also mit was haben sie gehandelt? Nunja, mit Seide zum Beispiel. Für Jahrtausende wurde Seide nur in China hergestellt.
[142]
Es wird aus den Kokons von Maulbeerbaum essenden Würmer gesponnen und der Prozess der Seidenherstellung
[147]
sowie die Methoden, um die Würmer heranzuziehen, waren gut geschützte Geheimnisse,
[152]
da der Hauptteil von China's Reichtum aus der Seidenherstellung stammt.
[155]
Die Chinesen nutzten Seide als Angelschnur, um nomadische Räuber zu bestechen, um den Frieden zu erhalten
[159]
und zum Schreiben bevor sie das Papier erfunden hatten.
[161]
Aber als Export wurde Seide meistens für Kleider genutzt: Kleider aus Seide fühlen sich im Sommer luftig
[166]
und warm im Winter an und bis wir extra zerrissene 700$ Designer Jeans erfunden hatten,
[171]
war sich in Seide zu kleiden, der beste Weg um den Leuten zu zeigen, dass man wohlhabend warst.
[175]
Danke Gedankenblase. Aber es ging nicht nur um Seide auf der Seidenstraße.
[178]
Die Leute vom Mittelmeer exportierten solche klischeebehafteten Güter wie Oliven, Olivenöl, Wein und schnurrbärtige Klempner.
[185]
China exportierte außerdem Rohmaterialien wie Jade, Silber und Eisen.
[188]
Indien exportierte gute Baumwolltextilien, Elfenbein, das aus Ostafrika stammte, fand seinen Weg über die Seidenstraße.
[194]
Und Arabien exportierte Weihrauch und Gewürze und Schildkrötenpanzer. Oh Gott, es ist ein roter, nicht wahr?
[198]
Er wird mich einfach verfolgen, ich werde einfach - Au!
[201]
Bis jetzt haben wir uns bei CrashCourse auf Städte bewohnende Ziviliationsarten fokussiert,
[205]
aber durch das Wachsen der Seidenstraße wurden die nomadischen Menschen Zentralasiens auf einmal
[209]
viel wichtiger für die Weltgeschichte.
[211]
Der Großteil Zentralasiens eignet sich nicht gut für Landwirtschaft, aber es ist schwer zu erobern,
[215]
Außer man ist, warte - Die Mongolen
[220]
Es eignet sich außerdem gut für die Herdenhaltung und da Nomaden natürlich gut im Herumziehen sind,
[224]
sind sie auch gut darin Dinge von Punkt A zu Punkt B zu bewegen, was sie zu guten Händlern macht.
[230]
Außerdem haben all ihre Reisen sie resistenter gegen Krankheiten gemacht.
[233]
Eine solche Nomadengruppe, die Yuezhi, wurden im 2. Jahrhundert v.u.Z. im Kampf gedemütigt
[237]
von ihren erbitterten Rivalen den Xiongnu, die den Schädel des Yuezhi Königs zu einem Becher gemacht haben.
[243]
Und infolgedessen emigrierten die Yuezhi nach Baktrien und gründeten das Imperium der Kuschana
[247]
dort wo heutzutage Afghanistan und Pakistan liegen.
[249]
Obwohl der Seidenstraßenhandel mehr als ein Jahrhundert vor der Geburt Jesus' began,
[253]
startete er so richtig im 2. und 3. Jahrhundert u.Z. und das Imperium der Kuschana wurde ein wichtiger Knotenpunkt dafür.
[259]
Zu diesem Zeitpunkt wurden die Nomaden verdrängt von professionellen Händlern, die die Seidenstraße bereisten,
[263]
und oft großen Profit machten, aber diese Städte, die von den Nomaden gegründet wurden, wurden sehr wichtig.
[268]
Sie wuchsen weiter, weil der Großteil des Handels auf der Seidenstraße mit Karawanen abgewickelt wurde
[272]
und diese Karawanen mussten regelmäßig anhalten, ihr wisst schon für Essen und Wasser und Prostituierte.
[276]
Diese Städte wurden unfassbar reich: Eine, Palmyra, war besonders wichtig,
[280]
weil all der Weihrauch und all die Seide, die nach Rom reisten, durch Palmyra musste.
[284]
Seide war so beliebt bei der römischen Elite, dass der römische Senat mehrmals versuchte, sie zu verbieten.
[288]
Er beschwerte sich über das Handelsungleichgewicht wegen des Seidenhandels und darüber, dass Seide unzulänglich anständig sei.
[294]
Um Seneca den Jüngeren zu zitieren: "Ich sehe Kleider aus Seide, falls man Materialien, die weder den Körper
[299]
noch den eigenen Anstand verstecken, Kleider nennen kann,"
[302]
Über die Frau, die Seiden trug, sagte er außerdem: "Ihr Ehemann hat nicht mehr Kenntnis
[306]
über den Körper seiner Frau als irgendein Außenstehender oder Fremde."
[308]
Und trotzdem schlugen alle Versuche Seide zu verbieten fehl, was zeigt,
[312]
wie stark selbst in der antiken Welt Reichtum die Regierung beeinflusste.
[315]
Und durch Handel gab es einen Weg reich zu werden ohne ein König oder Lord sein,
[319]
die einen Teil von dem, was ihre Untertanen produzieren, nehmen.
[321]
Der Händlerstand, der mit der Seidenstraße wuchs, bekam eine Menge politischen Einfluss,
[324]
und in einer Art und Weise begannen damit die Spannungen, die wir auch heute noch zwischen Reichen und Politikern sehen.
[330]
Ob es nun Unternehmen sind, die große Spenden machen, oder Vladimir Putin, der regelmäßig Milliardäre verhaftet.
[336]
Mr. Putin, ich wollte nur fürs Protokoll erwähnen, dass ich das in keinster Weise ernst gemeint habe, ich bin -- Stan hat diesen witz geschrieben.
[341]
Oh, es ist Zeit für den Offenenbrief.
[346]
Ein Offenerbrief an Milliardäre:
[348]
Aber lasst uns zuerst schauen, was heute im Geheimfach ist. Oh, es ist falsche Seide,
[353]
das Zeug, das echte Seide aus dem Geschäft verdrängt hat.
[355]
Liebe Milliardäre, Ich habe mich in feinstem Polyester eingewickelt, damit ihr mich ernst nimmt.
[360]
Hier bei Crash Course haben wir eine Menge über unsere Demografie recherchiert und unsere Sendung wird haupsächlich von
[364]
Grammatik Nazis, Muggle Quidditchspielern, Leute, die morgen einen Test haben,
[367]
und Milliardären geschaut.
[369]
Und ich habe eine Nachricht für euch, Milliardäre: Es wird nie genug sein.
[373]
Euer unermüdliches Verlangen wird uns alle töten.
[376]
Mit freundlichen Grüßen, John Green.
[377]
Apropos Milliardäre, die Güter, die die Seidenstraße bereisten, haben eigentlich nur das Leben der Reichen verändert.
[382]
Hatte die Seidenstraße einen Einfluss auf den Rest von uns? Ja, aus drei Gründen.
[387]
Erstens, großflächiger wirtschaftlicher Einfluss. Relativ wenige Menschen konnten sich Seide leisten,
[390]
aber viele Menschen widmeten ihr Leben der Seideherstellung.
[394]
Und als der Markt für Seide wuchs, entschieden sich immer mehr Leute für die Seidenherstellung,
[398]
anstatt etwas anderes mit ihrem Leben zu tun.
[400]
Zweitens, auf der Seidenstraße handelte man nicht nur mit Luxuswaren. Tatsächlich war wohl das wichtigste,
[404]
was auf der Seidenstraße gehandelt wurde Ideen.
[407]
Zum Beispiel war die Seidenstraße der Hauptweg auf dem der Buddhismus verbreitet wurde.
[410]
Als wir zuletzt Buddhas Edlen Achtenpfad zur Flucht aus dem Kreislauf des Leidens und des Verlangens, der den Menschen innewohnt, betrachtet haben,
[416]
fing er an in India zu verschwinden.
[419]
Aber durch den Kontakt mit anderen Kulturen und Traditionen wuchs der Buddhismus und blühte auf
[423]
und wurde eine der größten religiösen Traditionen der Welt.
[426]
Die Variante des Buddhismus, der in China, Korea, Japan und Zentralasien Fuß fasste,
[430]
wird Mahayana Buddhismus genannt und unterschied sich von der originalen Lehre des Buddhismus in vielerlei Hinsicht,
[434]
aber eine war entscheidend. Für die Mahayana war der Buddha göttlich
[439]
(Ich weiß, wir können und religiöse Historiker tun dies auch über die exakte Definition von göttlich streiten,
[444]
aber es ist unleugbar, dass im Mahayana Buddhismus der Buddha stärker verehrt wird.)
[448]
Auch die Idee des Nirvana änderte sich von einer Erlösung von dem Kreislauf des Leidens und Verlangens
[452]
zu etwas viel mehr himmlischem und ehrlicherweise auch spaßigerem,
[457]
und in manchen Versionen des Mahayana Buddhismus gibt es viele verschiedene Himmel, alle großartiger als die vorigen.
[462]
Anstatt sich auf den wesentlichen Fakt des Leidens zu konzentrieren, bot der Mahayana Buddhismus Hoffnung
[465]
durch das Verehren von Buddha oder einem der vielen Bodhisattva (heilige Menschen,
[470]
die das Nirvana hätten erreichen können, aber sich entschieden mit uns auf der Erde abzuhängen,
[474]
weil sie super nett sind) ein gutes Leben nach dem Tod zu erreichen.
[477]
Viele Händler auf der Seidenstraße wurden starke Unterstützer von Klöstern,
[481]
die wiederum praktische Raststationen für Karawanen wurden.
[484]
Und indem sie die Klöster ausstatteten, kauften reiche Händler eine Art übernatürliche Versicherung;
[488]
Mönche, die in den Klöstern lebten, beteten für den Erfolg der Handelsmissionen
[491]
und die Gesundheit ihrer Schirmherren. Es war win win, besonders wenn man bedenkt,
[495]
dass eins der zentralsten verwendeten Materialien in Mahayana buddhistischen Ritualen... Seide ist.
[500]
Und der 3. Grund warum die Seidenstraße all unsere Leben veränderte:
[503]
weltweite Vernetzung von Bevölkerungen führte zur Verbreitung von Krankheiten.
[506]
Masern und Pocken reisten mit, genauso wie die Beulenpest, die vom Osten
[511]
in den Westen in 534, 750, und am verherrensten in 1346 kam.
[517]
Diese letzte Seuche, bekannt als der Schwarze Tod, führte zur größten Bevölkerungsdezimierung der Menschheitsgeschichte,
[522]
nahezu die Hälfte der Europäern sterben in einer vierjährigen Zeitspanne.
[526]
Eine beträchtliche Menge der in Italien lebenden Menschen sowie zweidrittel der Londoner sterben.
[530]
Und es ist möglich, dass dies nicht passiert wäre ohne die Seidenstraße. Wenn du in London
[534]
während des 14. Jahrhunderts gelebt hast, hast du vermutlich nicht die Seidenstraße für die Zerstörung
[538]
deiner Gemeinde verantwortlich gemacht, aber sie spielte eine Rolle.
[541]
Wenn man es aus dieser Sichtweise betrachtet, beeinflusste die Vernetzung durch die Seidenstraße
[546]
viel viel mehr Menschen, als die die reich genug waren Seide zu kaufen. So wie die heutige Globalisation
[551]
immer Versprechungen und Gefahren für jeden von uns darstellt.
[554]
Nächste Woche werden wir über Julius Caesar sprechen und in welcher Situation, wenn es eine gibt,
[558]
es okay ist, deinem Freund in die Bauch zu stechen.
[562]
Stan Muller produziert Crash Course und führt Regie, unsere Skriptverantwortliche ist Danica Johnson.
[566]
Unser Grafikteam ist Thought Bubble und die Show wird von meinem Geschichtslehrer
[569]
Raoul Meyer und mir geschrieben.
[570]
Der Satz der letzten Woche war "Kim Kardashian". Wenn er euch nicht gefällt, schlägt bessere Sätze der Woche
[574]
in den Kommentaren vor! Jede Woche nehme ich einen eurer Vorschläge und finde einen Weg
[579]
ihn in die neue Episode zu quetschen.
[580]
Wenn euch die heutige Folge Crash Course gefallen hat, klickt bitte den "Gefällt mir" Button
[583]
und denkt darüber nach die Show mit euren Freunden zu teilen.
[585]
ich könnt uns außerdem auf Twitter @THECRASHCOURSE oder auf Facebook folgen, Links gibt es unten.
[589]
Raoul hat Twitter, wo er Crash Course Tests tweetet. Ich tue das auch.
[594]
All diese Links findet ihr unten.
[595]
Außerdem, der geliebte und nicht fiktive Stan hat zugesagt mit dem Tweeten anzufangen. Also das ist aufregend!
[599]
Vielen Dank fürs zuschauen und wie wir in meiner Heimatstadt sagen: Vergesst nicht großartig zu sein.
[603]
Oh hey, erinnert ihr euch an diese Mongolen Shirts vom Anfang der Folge?
[607]
Zusätzlich zu einem Witz sind es Shirts.
[609]
So viele von euch haben nach Mongolen Shirts gefragt, dass wir sie euch geben!
[612]
Sie sind nun erhältlich zur Vorbestellung auf DFTBA.com, Link in der Videobeschreibung,
[615]
so könnt ihr eure Liebe für Crash Course oder Mongolen oder Ausnahmen zeigen.