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Hatred - Crossing the Line from Violence to Sadism - Extra Credits - YouTube
Channel: Extra Credits
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Hallo Leute - bevor wir anfangen sollte ich erwähnen, dass das heutige Thema etwas düsterer ist und
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grafische Darstellung von Gewalt und anderen Unannehmlichkeiten enthält.
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Ich weiß es sind alles nur Cartoons und so. Nur dass ihr es wisst.
Ok, dann los.
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Zorn
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Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus,
Ihn, der entbrannt den Achaiern
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unnennbaren Jammer erregte, Und viel tapfere Seelen der Heldensöhne zum Aïs
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Dies sind die ersten Worte der westlichen Traditionen,
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so fängt das Buch Ilias an, das der Grundstein der westlichen Kultur ist und
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definiert wie eine Gesellschaft definiert, wie sie bis heute heutige exisitiert.
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Es ist grundlegend. Ein Buch mit großer Bedeutung und großem Wert.
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Es ist ein kultureller Maßstab - ein Werk ohne das die westliche Literatur, wie wir sie kennen nicht existeren würde - und doch geht es um Zorn.
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Es geht um Wut und Gewalt, um Zerstörung.
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In Zeilen vor uns sehen wir einen brutalen, persönlichen Kampf und das malt ein Bild mit einem tiefgreifenden Ergebnis.
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Wir sind hautnah Zeuge von Menschenschlachtung und den Extremen des Krieges.
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Und noch einmal sage ich, ohne Ausflüchte, es ist ein Klassiker und mehr noch, es ist nötig.
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Zorn, Frustration, Wut - das sind die Grundalgen zu dem was wir sind.
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Das sind ohne Zweifel ein Teil des Mensch sein. Das zu verneinen, macht es nur noch schlimmer.
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Stattdessen müssen wir sie verstehen und bändigen und manchmal brauchen wir ein Ventil dafür.
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Und deswegen war ich nie gegen gewalttätige Videospiele.
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Ich wäre der erste, der sagt dass manche Spiele Gewalt differenzierter behandeln als andere -
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und ich bin der erste der sagt, dass Videospiele nicht nur über Gewalt sein sollen.
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Aber es ist gut, dass wir Gewalt-Spiele haben.
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Es hilft uns unsere Gefühle zu bündeln, ein Ventil zu finden, zu verstehen wer wir sind und manchmal unserer Rage freien Lauf lassen, wo wir niemandem wehtun können.
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Viele von uns hatten schon mal eine Erfahrung gemacht, die einen frustrierte oder verärgerte
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und anstatt raus zu gehen und jemanden zu schlagen, spielten wir ein Spiel.
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Wir schnetzelten uns durch ein Multiplayer-Match oder wir schossen durch ein schwieriges Level und am Ende
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ist der Zorn verblasst.
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Er war nicht weg, aber wir konnten damit besser umgehen - es kontrollieren.
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Vielleicht es sogar in etwas produktives umwandeln.
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Das ist eine mächtige Sache.
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Es ist wertvoll und wir sollten es nicht wegwerfen.
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Und mehr als das, so können spiele nur nur Ventil für unseren Zorn sein
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sondern uns auch helfen ihn zu verstehen.
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Als James noch jung war, war Earthbound das erste Spiel, dass ihn über diese zornigen und gewalttätigen Gefühle überlegen lässt
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udn was diese für Auswirkungen haben.
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Pazifistisches Spielen von Spielen wie Skyrim oder World of Warcraft
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oder das pazifistische Achivement in Geometry Wars-
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helfen uns zu verstehen, dass es eine Alternative zur Gewalt gibt.
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Und Spiele wie Deus Ex oder Metal Gear ermutigen einen einen Weg zu finden, der wenigen schadet.
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Gewalt in Spielen hat Gehalt -
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und Spiele können uns helfen das zu verstehen und es zu bündeln, was das zerstörerische an Menschen ist.
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Und das ist doppelt war für Kinder, solange man sie nicht alleine lässt mit dem Gewalt-Spiel als Babysitter
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sondern wenn er mit Geschwistern oder Eltern spielt, die über diese Emotionen und Aktionen reden.
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Aber nun möchte ich über das Spiel Hatred [detusch: Hass] reden
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Ich denke Hatred wird ein schlechtes Spiel.
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Nicht nur weil ich denke, dass es schlecht gemacht wird, sondern weil es bei Hatred nicht um Wut geht.
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Es geht nicht mal richtig um Gewalt.
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In Hatred geht es laut der Werbung
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um Sadismus.
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Und Sadismus ist nicht das gleiche wie Wut.
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Nicht ein mal ähnlich.
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Ich würde es noch nicht mal als etwas universell menschliches beschreiben.
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Es gibt keine Möglichkeit Sadismus produktiv zu nutzen.
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Es geht nur darum anderen Leuten weh zu tun und daran Spaß zu haben.
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Ich mag es normalerweise nicht, solche generellen aussagen zu machen aber,
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ich denke, dass Spiele die sich ausschliesslich mit der Befriedigung von Sadismus beschäftigen haben keinen Nutzwert.
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Per Definition können wir davon nichts lernen oder mehr von dem Thema erfahren -
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weil sobald man beginnt diese sadistischen Aktionen zu hinterfragen
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oder über den Horror und das Leiden nachzudenken
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geht es nicht mehr um den Genuss von Sadismus.
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Dann geht es darum Sadismus zu verstehen.
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Und vielleicht kann man daraus was wertvolles Lernen
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aber das Spiel wo es nur um den Kick des Sadismus geht -
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darin sehe ich keinen Wert.
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Ich bin mir auch nicht sicher, ob solche Spiele als Ventil für sadistische Gelüste reichen.
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Ich mein - kann man mit sich herum tragen.
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Es kann sich gegen die ganze Welt richten und nicht nur gegen eine Person und es kann ausgelebt werden ohne Schaden anzurichten.
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Bei einer sadistischen Erfahrung geht aber per Definition, darum einer Person weh zu tun.
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Einer echten Person.
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Kann ein Spiel dafür ein Ventil sein?
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Ich bin nicht wirklich davon überzeugt, dass ein Spiel über Sadismus einen Vollblut-Sadisten mehr als einen Kitzeln geben kann.
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Naja, okay.
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Vergleichen wir mal diese Art von Spielen mit den Standard Gewaltspielen - und ich meine nicht diese
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diese cartoonartigen Spiele, die das ganze absichtlich so abstrakt aussehen lassen, um nicht an realistische
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Gewalt zu denken
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Ich meine ein Standard Gewaltspiel -
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wo Zorn und die Realität von Gewalt im Mittelpunkt stehen.
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Intuitiv.
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Selbst in solchen Spielen kämpft man für einen Zweck.
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Am Ende ist es nicht der Kick, sondern es hat den Hauch von heroisch die Welt zu retten.
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Leute zu befreien oder sein Land zu verteidigen.
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In sadistischen Spielen, geht es bei Gewalt darum wie viel Leid es auslöst.
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Es geht darum Schmerz und Furcht zu erzeugen.
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Da gibt es keinen Mehrwert.
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Es gibt da keine Frage ob das gerechtfertigt ist, denn die Gewalt rechtfertigt sich selbst.
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Aber andererseits heißt das nicht, dass solche Spiele kein Recht auf Existenz haben.
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Jedes Spiel, selbst das Entwürdigendste hat ein Recht darauf.
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Aber
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das heißt nicht, dass wir denen ein Megafon geben müssen.
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Es heißt nicht, dass wir sie finanziell unterstützen müssen -
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und es heißt auch nicht, dass private geführte Geschäfte diese Spiele anbieten müssen.
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Es gibt einen Grund warum vieles in unserer Kultur darauf basiert Gewalt und Wut zu erforschen.
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Es ist ein essentieller Teil von uns.
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Und ohne diesen Teil von uns zu verstehen können wir niemals eine Gesellschaft werden.
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Wir können keine Gemeinschaft werden.
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Es ist nichts falsch damit - Gewalt ist ein Ausdruck von Zorn -
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auch Gewalt für einen Zweck
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sind sehr wichtige Dinge in der Welt heutzutage.
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Die Frage ist "Wann ist Gewalt zweckmäßig und wann belügen wir uns selber, um
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die fehlgeleite Wur an jemandem auszulassen?"
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Das ist die definierende Frage des 20. und 21. Jahrhunderts
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wen nicht der ganzen Menschheit.
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Und das sind Sachen, die uns Videospiele entdecken lassen.
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Sie helfen uns zu verstehen und mit den Emotionen klar zu kommen, wie die Kunst es seit Anbeginn der Zeit zeigt.
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Es hilft uns sie zu bündeln, auszudrücken und abzulassen, wenn wir es brauchen.
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Sie sind ein Ventil, wie es Kunst immer gewesen ist.
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Ich würde nie sagen: Du solltest das spiel nicht kaufen, weil es Gewalt enthält" aber
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Sadismus ist keine Gewalt.
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Sadismus ist Grausamkeit.
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Und wenn ihr euch freut, über ein Spiel ausschließlich über den Kick des Sadismus,
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dann würde ich wahrscheinlich fragen:
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"Warum?"
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Weil die Freude in einem sadistischen Spiel kommt davon andere zu verletzen und
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vielleicht liege ich falsch aber
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das ist kein Spaß für viele von uns.
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Bis nächste Woche.
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