Pilotprojekt Landesregiment – die neue Ausbildung der Reserve? | Bundeswehr - YouTube

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Luna ist gecrasht.
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Mitten im Aufklärungsflug ist die unbemannte Drohne Luna abgestürzt.
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Die Soldaten des Landesregiments Bayern sollen sie schnellstmöglich bergen.
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Doch an der Absturzstelle haben sich schon die Einwohner des nahen Ortes versammelt.
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Die Lage ist unübersichtlich und plötzlich feindlicher Beschuss.
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Alle Soldaten des Landesregiments Bayern gehören zu drei RSU-Kompanien des Freistaats.
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Die RSU, also die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte sowie eine Stabs- und
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Versorgungs- und eine Unterstützungskompanie wurden jetzt in einem Verband zusammengefasst.
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„Wir sehen ja alle, dass die Landes- und Bündnisverteidigung jetzt für die Bundeswehr
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auch an hoher Stelle aufgerückt ist, dieser Auftrag.
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Und hier versucht man im Pilotprojekt Landesregiment die schon vormals aufgestellten RSU-Kompanien
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unter einem Dach des Landesregiments auszubilden und zu führen.“
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Gemeinsam absolvieren alle Teile nun ihre Herbstausbildung.
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Einer der Reservisten der RSU Oberfranken ist der 27-jährige Christoph Müller.
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Außer seiner Arbeit als Industriemechaniker und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr ist
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er seit einem guten Jahr nun auch Reservedienstleistender bei der Bundeswehr.
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„Wo ich aus der Schule ausgeschieden bin oder meinen Schulabschluss gemacht hab, hat
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mich auch interessiert, der Weg Bundeswehr.
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Hab mich dann aber auf die Ausbildung und Weiterbildung konzentrtiert, berufstechnisch.
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Über einen Freund aus seinem Heimatort findet der bis dato Ungegediente doch noch den Weg
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in die RSU und damit in die Bundeswehr.
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Wie viele seiner Kameraden schätzt der 27-Jährige den Zusammenhalt innerhalb der Kompanie.
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Auch in dem Zusammenschluss zum Landesregiment und den gemeinsamen Ausbildungs- und Übungstagen
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sieht er wesentliche Vorteile.
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Jeder kann von seiner zivilen Rolle oder Arbeit was mitnehmen hier.
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Verschiedenste Fähigkeiten, der eine kann dies gut, der andere kann das gut.
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Man lernt praktisch vom anderen noch gleichzeitig mit und ich denke, das ist die Stärke auch
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dieser Reservisten.“
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Während die einen im Feld die verschiedenen Szenarien durchlaufen, arbeiten die Unterstützungskräfte
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im Hintergrund.
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Auch hier sind Reservedienstleistende eingesetzt.
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Einer von ihnen ist Koch Bernhardt Söllner.
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Im Gegensatz zu Christoph Müller ist er jedoch schon seit 15 Jahren immer wieder aktiv.
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„Andere haben andere Hobbys.
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Ich hab einfach die Vorliebe für die Bundeswehr.
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Mir macht das Spass, ich möchte mich da mit einbringen.
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Habe das auch geliebt, einen bestimmten Drill zu haben.
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D.h., Ordnung, Sauberkeit und auch generell gegenüber dem Vorgesetzten eine Hochachtung
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zu haben und deswegen gefällt mir das eben.
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Ich möchte mich auch weiter einbringen und mein Wissen vermitteln, aber auch Wissen
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bekommen.“
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Einen positiven Eindruck hat auch Oberst Stefan Berger von seinem Regiment gewonnen.
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Er nutzt die Ausbildungswoche zur Dienstaufsicht.
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„Die Vorteile des gemeinsamen Übens sind, dass die ganzen Ausbilder natürlich die Qualitäten
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und die Ausbildungsstände eine Analyse machen können, wie dann die weitere
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Ausbildung zu planen ist und natürlich auch im Rahmen des Gemeinschaftsgefühls unter
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dem Dach des Landesregiments dienen zu dürfen, einfach gestärkt wird.“
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Eine gute Woche dauert diese Herbstausbildung des Landesregiments.
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Die verschiedenen Stationen wie Patrouille, Checkpoint oder Sanitätsausbildung bündelt
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die Kräfte.
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Durch das gemeinsame Üben nähern sich alle auch einem einheitlichen Ausbildungsstand.
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Wenn sich das Modellprojekt Landesregiment Bayern bewährt, wird das Konzept deutschlandweit
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umgesetzt.
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Bis dahin gehen die Kameraden des Landesregiments Bayern mit viel Motivation weiter ihrem Reservedienst
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nach und sammeln so Erfahrungen, von denen dann alle in Zukunft profitieren können.