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Save Soil: Our Very Body | Conscious Planet - YouTube
Channel: Sadhguru
[1]
Mann: Stellen Sie sich vor, wie das Land, in dem
Sie leben, von immer unfruchtbareren Böden geplagt wird,
[6]
was den Anbau von Nutzpflanzen immer schwieriger macht.
[8]
Frau: In der indischen Hauptstadt
herrschen Sandsturm-Bedingungen,
[11]
und jetzt wird befürchtet,
dass die Region bald zur Wüste wird.
[14]
Frau: Wüstenbildung und Erosion sind beides Besorgnisse.
[20]
Sadhguru: Der Erdboden ist der Lebensraum,
auf dem unzählige Leben gedeihen.
[26]
Durch dieses gedeihende Leben wächst alles.
Wir essen Nahrung, andere Tiere wachsen,
[32]
alles geschieht, weil der Boden so reich ist.
[37]
Wenn der Boden nicht mehr so reichhaltig ist,
dann hast du den Planeten in vielerlei Hinsicht im Stich gelassen
[48]
Wir sprechen von Kohlenstoff, wir sprechen von Emissionen,
wir sprechen von Verschmutzung auf verschiedenen Ebenen.
[54]
Vor all dem müssen wir uns mit
dem wichtigsten Anliegen befassen,
[59]
denn es gibt ein Missverständnis in der Welt.
[63]
Es gibt eine Kampagne,
die bürgerliche Belange als Umweltprobleme darstellt.
[69]
Wenn in New York City
Plastiktüten herumfliegen,
[74]
ist das kein ökologisches Problem,
sondern ein bürgerliches Problem.
[78]
Wenn unsere Flüsse verschmutzt sind, kann das behoben werden.
[82]
In ein oder zwei Jahren, wenn man die notwendigen
Kläranlagen einrichtet und Gesetze durchsetzt,
[87]
können diese bürgerlichen Probleme mit
ein wenig Rechtsdurchsetzung und Bewusstsein behoben werden.
[94]
Aber das eigentliche Anliegen ist der Erdboden.
[99]
Die Vereinten Nationen, die über genügend
wissenschaftliche Daten verfügen, sagen ganz klar,
[104]
dass wir Boden, landwirtschaftlichen Boden
für 80-100 Ernten auf dem Planeten haben.
[111]
Das sind 45-60 Jahre, die wir an landwirtschaftlichen Boden haben.
Sie nennen das Bodensterben.
[119]
Du hast von Dinosauriern gehört,
du hast vom Aussterben der Dodos gehört,
[123]
aber hier geht es um das Aussterben des Bodens.
[126]
Das eigentliche Problem ist das Bodensterben,
denn in den letzten 30 Jahren
[131]
sind 80% der Biomasse-Insekten
vom Planeten verschwunden, 80%.
[136]
Das ist Selbstmord, weißt du, das ist ein echter Selbstmord.
[143]
In 45 oder 50 Jahren
[146]
wird es also eine ernste Nahrungsmittelkrise
auf unserem Planeten geben, das ist unvermeidlich.
[151]
Wenn es zu einer Nahrungsmittelkrise kommt,
[154]
werden diejenigen, die die größten Waffen haben,
kommen und sich die Nahrungsmittel holen,
[160]
und das Chaos und das Leid, das wir für die Menschen
auf der ganzen Welt verursachen werden, ist unvorstellbar.
[174]
Glaub nicht, dass nur die armen Menschen sterben werden.
Sie werden die Reichen töten und die Reichen werden sterben.
[181]
Das soll kein düsteres Bild zeichnen. Das ist eine Realität,
die in unserer Geschichte schon oft vorgekommen ist.
[188]
Und wieder einmal wird es von
den besten Wissenschaftlern der Welt vorhergesagt.
[193]
Was werden wir also tun?
[200]
Warum verschwindet der Erdboden?
Wohin verschwindet er?
[204]
Schau, was Sand ist, wird zu Erde,
wenn man ihm organische Bestandteile hinzufügt.
[209]
Was Erde ist, wird zu Sand, wenn man ihr alle
organischen Bestandteile entzieht.
[214]
Wenn du in einen Regenwald gehst,
liegt der organische Anteil im Boden bei über 70 %.
[220]
In normalen landwirtschaftlichen Böden muss
der organische Anteil mindestens 3-6 % betragen,
[225]
um Erde als Erde zu bezeichnen,
3 % ist das absolute Minimum.
[231]
Aber heute, zum Beispiel in Indien, liegt der organische Gehalt
in 62 % der indischen Böden bei 0,5 % oder darunter.
[241]
Wir stehen also buchstäblich am Rande der Wüstenbildung.
Das geschieht auf der ganzen Welt, nicht nur in einem Land.
[247]
Die Art und Weise, wie in den Vereinigten Staaten das Land mit
Unkrautvernichtungsmitteln und Pestiziden genutzt wird,
[254]
nun, wir müssen verstehen, fast 80-86 % der biologischen Vielfalt
befinden sich in den ersten 30 cm des Oberbodens.
[263]
Wenn man mit Maschinen wie Traktoren bis zu
einer Tiefe von 20-30 cm pflügt und den Boden offen lässt,
[270]
bedeutet das, dass wir die biologische Vielfalt
vollständig zerstören.
[274]
Bei Biodiversität geht es um den Humus im Boden.
[278]
Das Wort Mensch, im englischen „Human“, kommt von dem Wort Humus.
Das bedeutet, das hier ist tatsächlich lebende Erde.
[286]
Es ist also sehr, sehr wichtig, dass der Boden in den
Mittelpunkt gerückt wird, denn wenn man 1/3 bis 40% des Landes -
[294]
vor allem in den Tropen - unter den Schatten von Bäumen
stellt, könnte man den Klimawandel leicht umkehren.
[301]
Der Boden wird heiß, einfach weil
er gepflügt wird oder zugepflastert ist.
[306]
Das Land muss unter Vegetation stehen, welcher Art auch immer,
natürlichen Gräsern, Sträuchern, Bäumen, was auch immer,
[313]
denn all dies dient der ökologischen Aktivität,
[317]
und wir müssen auch verstehen,
dass der Boden eine sehr bedeutende Kohlenstoffsenke ist
[325]
und der Boden ist der größte Wasserspeicher auf dem Planeten,
und der Boden ist die Grundlage allen Lebens.
[332]
Diese 90-100 cm Oberboden sind im Durchschnitt auf dem ganzen Planeten
die Grundlage für 87 % des Lebens auf diesem Planeten.
[340]
Das Wichtigste, was wir jetzt tun müssen, ist,
die biologische Vielfalt am Leben zu erhalten.
[346]
Wenn wir nicht jetzt damit beginnen,
wird das nicht geschehen.
[348]
In diesem Rahmen entfalten wir eine Bewegung mit dem Namen
Bewusster Planet, die möglichst viele Menschen erreichen soll.
[356]
Im Moment sieht es so aus, als ob Klimawandel, Ökologie,
all das eine Spielwiese für die Reichen und die Elite ist.
[364]
Nein, das muss sich ändern. Die einzelnen Menschen
sollten sich der Gefahr bewusst werden,
[368]
der wir ausgesetzt sind.
Ökologische Themen müssen zu Wahlkampfthemen werden,
[374]
und die politischen Parteien müssen ökologischen Themen in
ihren Wahlprogrammen einen hohen Stellenwert einräumen,
[381]
und die Regierungen müssen aufgrund ihres Engagements
für ökologische Themen gewählt werden. Das muss passieren.
[395]
Wir schauen also, wie wir eine politische
Empfehlung für 192 Länder zustande bringen können.
[405]
Die Rally startet am 21. März,
dem Tag der Tagundnachtgleiche, in London.
[410]
Und von London aus geht es mit einem einzigen Motorrad
durch 24 Länder, 30.000 km,
[418]
bis zum Flussbecken des Cauvery,
wo wir vor Ort
[422]
in einem 83.000 Quadratkilometer großen Flussgebiet arbeiten,
in dem 5,2 Millionen Bauern tätig sind.
[433]
Der Körper selbst, den wir tragen, ist Erde.
Wenn der Boden nicht reich und gut ist,
[438]
kann es diesem Körper und jedem anderen Leben nicht gut gehen.
[441]
Im Hinblick auf die Ökologie
und den Klimawandel
[445]
ist es also am wichtigsten,
dass wir bewusst damit umgehen,
[451]
wie wir unseren Boden bewirtschaften,
[453]
wie wir ihn verjüngen,
wie wir ihn revitalisieren.
[458]
Dieser bewusste Umgang und die Schaffung
eines bewussten Planeten sind das Wichtigste.
[464]
Ohne eine große Zahl von Menschen zu involvieren,
wird das nicht Wirklichkeit werden.
[469]
Da wir demokratische Nationen sind, wird das nicht passieren,
wenn die Menschen nicht sagen, dass sie das wollen.
[475]
Lasst uns also einen bewussten Planeten schaffen.
Lasst es uns wahr machen.
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