Five Forces Modell aka Branchenstrukturanalyse - YouTube

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Das klingt nach Erde, Luft, Feuer, Wasser
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Und TheSimplePower.
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Aber heute geht es um 5 andere Kräfte, besser gesagt 5 Branchenkräfte
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Mehr dazu in unserem heutigen Video Es geht hier um Kräfte mit denen sich jeder
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Unternehmer und manchmal auch Studenten und Schüler auseinandersetzen
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müssen…
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Die Rede ist von den Branchenkräften
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Dazu zählen:
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die Verhandlungsmacht der Lieferanten, die Verhandlungsmacht der Abnehmer, die Bedrohung
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durch neue Konkurrenten, die Bedrohung durch Substitutprodukte/-dienstleistungen
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und die Rivalität innerhalb der Branche.
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Und diese hat Porter in einem Modell miteinander in Verbindung gesetzt.
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Rausgekommen ist das Five Forces Modell, auch bekannt als Branchenstrukturanalyse.
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Dieses wird im strategischen Management als Hilfsmittel eingesetzt
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Um die externe Umwelt einer Unternehmung zu analysieren.
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Die Ergebnisse können dann beispielsweise für die SWOT Analyse genutzt werden.
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Außerdem kann so die Attraktivität einer Branche bestimmt werden, da diese durch die
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Marktstruktur bestimmt wird.
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Und da das Five Forces Modell ein nützliches Hilfsmittel zu sein scheint schauen wir es
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uns jetzt mal genauer an!
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Ja und aus den 5 Branchenkräften ergibt sich dann das Modell nach Porter!
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Außen haben wir Lieferanten, neue Konkurrenten, Abnehmer und Substitutprodukte/-dienstleistungen
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Und in der Mitte haben wir den Treffpunkt dieser 4
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das ist der Wettbewerb bzw. die Rivalität innerhalb einer Branche.
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Die Rivalität bzw. der Wettbewerb stehen im Mittelpunkt,
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Denn es stehen sich Anbieter oder Produkte und Dienstleistungen am Markt gegenüber,
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auf die die Branchenkräfte einwirken.
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Für die Rivalität ist von Bedeutung, wie viele Marktteilnehmer es gibt.
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Hat man z.B. zwei große Player im Game, die sich um die Marktherrschaft duellieren, wird
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die Rivalität größer sein, als wenn es am Markt nur viele kleine Unternehmen gibt.
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Auch spielt das Marktwachstum eine große Rolle.
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Genau wie Produktdifferenzierung und die Austrittsbarrieren.
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Also zum einen, wie viele Produkte ich im Sortiment habe
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Bei nur einem Produkt würde ich natürlich viel daransetzen, dass dieses auch läuft.
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Genau, wie wenn ich sehr viel Geld investiert habe und dann nicht einfach aussteigen kann.
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Dass alles beeinflusst die Rivalität zwischen Anbietern oder Produkten/ Dienstleistungen
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am Markt.
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Und dann haben wir die Branchenkräfte, welche auf die Rivalität innerhalb der Branche einwirken.
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Fangen wir mal mit den Lieferanten an, diese verfügen über Verhandlungsmacht.
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Denn sie können drohen die Preise für Produkte oder Dienstleistungen zu erhöhen.
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Das hätte Folgen für die Rentabilität der Branche.
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Diese Bedrohung durch mächtige Lieferanten ist hoch, wenn die Lieferantenbranche aus
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wenigen Firmen besteht,
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die von ihnen hergestellten Produkte oder Dienstleistungen nicht zu ersetzen sind
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und diese einen großen Anteil am Endprodukt haben.
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Außerdem haben Lieferanten die Möglichkeit der Vorwärtsintegration.
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Soll heißen, sie könnten die Ware auch selbst am Markt an die Kunden bringen und können
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so Druck in Verhandlungen machen.
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Dann sind da die neuen Konkurrenten/Anbieter, die stellen natürlich eine Gefahr für die
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bisherigen Marktteilnehmer dar,
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da diese Marktanteile abgreifen können
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und durch das zusätzliche Angebot die Preise drücken.
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Für neue Konkurrenten/Anbieter bestehen jedoch Eintrittsbarrieren.
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Da die „alten Hasen“ am Markt Kostenvorteile haben und bereits die Treue oder zumindest
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die Aufmerksamkeit der Kunden gewinnen konnten
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und Anfangsinvestitionen bereits getätigt haben.
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Die neuen Anbieter haben Kostennachteile, sie müssen z.B. nach Markteintritt Geld für
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Werbung ausgeben.
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Gerade haben wir noch über die Verhandlungsmacht der der Lieferanten gesprochen,
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aber auch die Abnehmer verfügen über Verhandlungsmacht.
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Sie suchen sich schließlich aus, was und wo sie kaufen.
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So können sie den Preis drücken, bessere Qualität und mehr Service fordern.
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Damit senken auch sie die Profitabilität innerhalb einer Branche.
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Gerade weil der Kunde am Ende das Produkt abnimmt und Geld in die Kassen bringt spielet
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er eine zentrale Rolle.
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Wir haben also 2-mal Verhandlungsmacht
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Und jetzt auch das 2. Mal Bedrohung Und zwar durch Substitutprodukte/-dienstleistungen.
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Das sind Produkte oder Dienstleistungen, die als Ersatz für das Produkt der Branche dienen.
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Kaufen die Kunden Ersatzprodukte oder -dienstleistungen so geht der Absatz innerhalb der betrachteten
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Branche zurück.
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Ein Beispiel wäre, wenn die Kaugummibranche die Preise immer weiter erhöht,
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dann kommt irgendwann der Punkt an dem die Kunden anfangen auf Süßholzwurzeln oder
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ähnlichem rumzukauen, als Ersatz.
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Die Bedrohung durch Substitutprodukte/-dienstleistungen ist gerade dann groß, wenn der Anwendungsbereich
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sehr ähnlich ist,
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das Preis-Leistungsverhältnis gut ist
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und die Kosten für die Umstellung von Original auf Substitut gering sind.
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Jetzt aber mal ein kleines Beispiel dazu
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Schauen wir uns die Technologiebranche an, denn hier ist die Rivalität innerhalb der
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Branche groß.
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Wir werfen dabei einen besonderen Blick auf die kalifornische Apfelmarke.
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Diese steht in direkter Konkurrenz zu anderen großen internationalen Unternehmen, der Konkurrenzkampf
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ist hoch.
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Alle geben für die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte viel Geld aus.
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Und die Produkte am Markt sind alle recht vergleichbar.
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Der Kunde hat also die Qual der Wahl.
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Die Apfel Marke hat hier immer durch hochmoderne Produkte mit einzigartigem Design gepunktet.
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Aber die Konkurrenz schläft nicht, die Rivalität ist hoch.
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Auch weil sich das Marktwachstum mittlerweile in Grenzen hält.
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Die Verhandlungsmacht der Lieferanten hält sich sehr in Grenzen.
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Das kalifornische Unternehmen ist auf Grund der Größe und der Produktionsmengen eher
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in der Lage den Lieferanten unter Druck zu setzen.
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Die Kosten sind zudem recht gering den Lieferanten zu wechseln, auch weil diese im Wettbewerb
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zueinanderstehen und gute Qualität liefern.
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Gleiches gilt aber auch für die Technologie-Konkurrenten der Branche.
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Auch die Bedrohung durch neue Konkurrenten ist für die große US Marke gering.
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Das liegt hauptsächlich an zwei Punkten:
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Zum ersten ist es extrem teuer für einen neuen Anbieter ein solches Technologieunternehmen
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aufzubauen.
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Und zum zweiten kommen zusätzlich noch die Kosten hinzu, um durch Werbung etc. den Namen
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bekannt zu machen.
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Aber möglich ist natürlich, dass dann doch ein neuer Konkurrent am Technologiemarkt anklopft.
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Daher ist es für Apfel wichtig die Position am Markt durch gute neue Produkte auszubauen
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und so die Kunden zu binden.
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Und genau diese Kunden spielen für die Apfel Marke und Co. eine elementare Rolle.
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Die Amerikaner verstehen allerdings, wie man Kunden an sich bindet.
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Gerade weil die Produkte am Markt sehr vergleichbar sind ist es gut, dass viele Kunden große
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Loyalität gegenüber der Marke empfinden
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Und ihre Phones, Pads und watches nicht einfach gegen Konkurrenzprodukte eintauschen würden.
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In Zukunft muss diese Loyalität durch neue Technologien und neues tolles Design auf Gegenliebe
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stoßen.
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Mit Substitutprodukten meint Porter hier nicht einfach das Smartphone einer anderen Marke.
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Und da Telefone mit Schnur und Wählscheibe oder Telefonzellen keine Konkurrenz darstellen
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können wir diese Bedrohung schnell ausschließen.
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Als Fazit können wir aus dem Five Forces Modell ziehen, dass die Rivalität innerhalb
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der Branche
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und die Verhandlungsmacht der Abnehmer die Rentabilität von der Apfelmarke beeinflussen.
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Auch können wir aus der Analyse schlussfolgern, dass die Technologiebranche für die Marktteilnehmer
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sehr attraktiv ist, für neue Anbieter aber eher nicht zu erschließen ist.
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Ja und so viel zum Five Forces Modell…