E-mini Russell 2000 Futures im Vergleich zu Russell 2000 ETF | Futures vs. ETFs Kurs Teil 4 | LYNX - YouTube

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In den letzten 25 Jahren gehörten E-mini Aktienindex Futures und Exchange Traded
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Funds ETFs zu den erfolgreichsten Produkten die weltweit gehandelt wurden.
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In der Investmentwelt gibt es eine Vielzahl von Marktteilnehmern
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mit jeweils eigenen Perspektiven und Zielen. Das heißt es gibt keine One-Size-Fits-All,
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keine Strategie und kein Produkt, das die Bedürfnisse jedweden Händlertyps erfüllen könnte.
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Faktoren wie Transaktionsgebühren, Einführungskosten, Haltedauer, Liquidität und Handelszeiten
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spielen alle eine Rolle bei der Festlegung der bestgeeigneten eigenen Strategie.
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An dieser Stelle wollen wir zwei beliebte Produkte in Verbindung mit
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dem Russell 2000 Index vergleichen und ein paar Vorteile herausstellen, die sich
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im Handel mit dem E-mini Russell 2000 Future; Kontraktcode: RTY, gegenüber dem I-Share-
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Russel 2000 ETF; Kontraktcode: IWM ergeben. Oberflächlich betrachtet ist es leicht
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zu erkennen dass der E-mini Russell 2000 Futures im Vergleich mit dem I-Shares
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Russell 2000 ETF viel größer ist. Der Nennwert eines RTY Kontraktes ist der Indexpreis
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mal einen Multiplikator, in diesem Fall 50 US-Dollar. Bei einem angenommenen Indexpreis
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von 1.370 wäre der Nennwert des Futures fast 69.000 US-Dollar.
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Beim gleichen Preis des Index wäre der ETF 137 US-Dollar pro Anteilsschein wert und
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es bedürfte etwa 500 ETFs um einen Futurekontrakt zu repräsentieren.
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Wenn man die Transaktionskosten vergleicht, würde es weniger kosten einen einzelnen Future zu kaufen als 500
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Anteile am ETF. Jetzt da wir Äpfel mit Äpfeln vergleichen, wollen wir einen Blick auf die Margin
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werfen, die jeder Trade benötigt. Ein einfacher E-mini Russell 2000 Future erfordert eine
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vorab bezahlte Erfüllungsgarantie oder Margin im Bereich von 2.850 US-Dollar bzw. 4% des Nennwerts.
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Die gleichen 500 I-Shares, angenommen unter Reg-T-Marginbedingungen
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würden 34.000 US-Dollar benötigen.
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Bei Überlegungen bzgl. der Haltedauer ist anzumerken, dass der RTY-Kontrakt einen festgelegten
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vierteljährlichen Verfallszyklus hat. Im März, Juni, September und Dezember.
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Um die Position aufrecht zu erhalten, müsste der Kontrakt über das Jahr hinweg gerollt
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werden, was weitere Kosten mit sich bringt. Doch diese Kosten wären geringer,
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als die 20 Basispunkte Verwaltungsgebühr auf den IWM ETF. Nicht zu vergessen,
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dass Futures täglich fast 24 Stunden gehandelt werden, sechs Tage die Woche.
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Der Future Markt ist auch dann offen, wenn normale Aktienmärkte geschlossen sind.
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Das bietet Händlern Flexibilität und Liquidität für den Handel, gerade bei marktrelevanten Ereignissen rund um
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den Globus. Was ist mit Dividenden?
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Zwar schütten Russell ETFs normalerweise die Dividenden an die Anteilseigner aus, während das beim
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E mini Russell 2000 Future nicht geschieht. Doch spiegelt der Preis des Futures
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diese Differenz durch einen Abschlag wieder. Am Ende des Tages ist
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nicht das Wichtigste, was man macht, sondern was man mit nach Hause nimmt.
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Angesichts der Steuergesetzgebung der USA für Handelsgeschäfte unter einem
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Jahr, würde der Russell ETF Investor mit kurzfristigen Gewinnen zum normalen
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Einkommenssteuersatz versteuert werden. Wohingegen der Future Trader wie ein Section 1256 Kontrakt
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versteuert würde und einen gemischten Steuersatz mit 60 zu 40, langfristig zu kurzfristig zahlen würde.
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Wenn wir von der höchsten Steuerklasse ausgehen, würde die normale Einkommensteuer mit bis zu 39%
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an den Handelsgewinnen des ETF Traders zehren. Futures werden nach der 60/40 Regel behandelt
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Bei der 60% des Gewinns als der begünstigte langfristige
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Kapitalgewinn gewertet wird, 40% hingegen als einfaches Einkommen.
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Der gemischte Satz dürfte irgendwo zwischen 28% und 30% liegen.
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Dies sind einige der Vorteile im Handel des E-mini Russell 2000 Futures,
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im Gegensatz zu den Russell ETFs. Sie bieten Kapitaleffizienz, eine geringere
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Margin, längere Handelszeiten und günstigere steuerliche Bedingungen.