The business cycle | Aggregate demand and aggregate supply | Macroeconomics | Khan Academy - YouTube

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Lasst uns ein Diagramm des realen BIP
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als Funktion der Zeit erstellen.
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Diese Achse wird das reale BIP
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sein, also ein tatsächliches Maß,
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nicht nur das nominale BIP.
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Es ist ein tatsächliches Maß für die
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produzierten Waren und Dienstleistung
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oder die Produktivität einer Wirtschaft.
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Hier drüben haben wir die Zeit.
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Nehmen wir an, dass in unserem Land oder in
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der Wirtschaft, die wir untersuchen,
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die Bevölkerung mit der Zeit wächst.
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Lasst mich das aufschreiben.
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Die Bevölkerung wächst im Laufe der Zeit
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und das ist keine unrealistische Annahme,
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das gilt für die meisten Länder.
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Die Bevölkerung wächst mit der Zeit.
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Nehmen wir an, dass sich die Produktivität verbessert.
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Produktivität meint,
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wie viel kann jede einzelne
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Person produzieren?
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Produktivität.
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Die Produktivität steigt.
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Die Produktivität steigt aufgrund von Technologie,
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wahrscheinlich hauptsächlich Technologie,
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Technologie.
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Aber es könnte auch die
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Entdeckung von Ressourcen sein.
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Entdeckung von Ressourcen ...
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Oder es könnten neue Geschäftsprozesse sein.
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Die Leute würden es nicht in Betracht ziehen,
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dass es vielleicht die Technologie ist, also neue Prozesse.
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Pro Person sind sie in der Lage,
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mit der Zeit immer mehr zu produzieren.
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Aufgrund dieser Trends und das sind
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Trends, die über längere Zeiträume
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in vielen Volkswirtschaften stattfinden.
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Wir würden erwarten, dass die reale
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Produktivität dieser Wirtschaft steigt.
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Wenn man den langfristigen Trend
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auf der Basis der beiden Dinge,
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Bevölkerungswachstum und Produktivitätssteigerung
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über die Zeit betrachtet, sollte das reale BIP
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einen ähnlichen Trend aufweisen.
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Das ist der langfristige Trend der meisten
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gut funktionierenden Volkswirtschaften.
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Wenn wir ihn kurzfristig betrachten,
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sieht er nicht wie eine schöne, glatte
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Trendlinie aus.
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Wenn wir Volkswirtschaft studieren,
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irgendeine normale Volkswirtschaft,
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anstatt diese schöne, glatte Trendlinie zu verfolgen,
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neigt sie dazu, etwas mehr wie das hier auszusehen.
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Das reale BIP steigt sehr schnell, vielleicht
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sogar höher als die Trendlinie,
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und dann plötzlich,
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wird es zurück gehen
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oder es wird schrumpfen.
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Dann fängt es wieder an zu wachsen,
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geht vielleicht über die Trendlinie,
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dann geht es zurück ... Geht unter die Trendlinie.
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Dann wird es über die Trendlinie gehen,
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es wird einfach weiter um eine
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Trendlinie wie diese herum fließen.
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Diese Schwankung um diese Trendlinie
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nennt man den Konjunkturzyklus.
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Das hier drüben, könnte man vielleicht
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Zyklus nennen, man könnte sagen,
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es ist von einem Höhepunkt zu einem
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Höhepunkt oder von einem Tiefpunkt zu einem
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einem Tiefpunkt, wie auch immer man es nennen
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will, es ist diese Idee, dass die Wirtschaft
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nicht nur ein schönes, gleichmäßiges Wachstum ist,
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man hat Perioden von schnellem Wachstum,
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die vielleicht über die Trendlinie gehen,
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und dann geht es zurück, dann expandiert es,
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dann geht es zurück.
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Das ist der Konjunkturzyklus.
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Konjunkturzyklus.
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Der Begriff Zyklus ist etwas irreführend.
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Wann immer wir an einen Zyklus denken,
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so wie ich ihn gezeichnet habe, sieht er
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aus wie ein schönes, wohldefiniertes Muster
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und alle paar Jahre geht es auf und ab,
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was irgendwie impliziert,
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dass er vorhersehbar ist.
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In der Realität ist der Konjunkturzyklus
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sehr unvorhersehbar.
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Ökonomen haben Schwierigkeiten,
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den Konjunkturzyklus vorherzusagen.
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Wenn wir an einen Zyklus denken,
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ist es nicht dieses schöne, sinusförmige Muster,
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es ist viel unberechenbarer.
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Es fließt zwar über einen Trend auf und ab,
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aber es ist schwer vorherzusagen.
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Schwer vorherzusagen.
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Allgemein liegt zwischen
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jedem Hoch und jedem Tief
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nicht die gleiche Zeitspanne.
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Das ist warum es schwer ist es vorherzusagen.
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Es gibt verschiedene Begriffe für die
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Phasen des Konjunkturzyklus.
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Ich habe sie benutzt, um zu beschreiben,
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was gerade passiert.
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Hier drüben, wo die Wirtschaft wächst,
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also von da nach da,
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von da nach da, würden wir die
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Phase des Konjunkturzyklus nennen.
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Ich werde das grün hervorheben,
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wir würden das Expansion nennen,
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weil die Wirtschaft expandiert.
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Es werden mehr Waren und Dienstleistungen
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in dieser Wirtschaft produziert.
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Wir werden über die Gründe
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sprechen, warum das passiert,
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und wenn es dann anfängt zu schrumpfen,
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die Wirtschaft anfängt zu schrumpfen,
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man könnte es auch rückläufig nennen,
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wenn man es in einer Titelanalogie betrachtet,
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wird das hier Rezession genannt.
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Das hier drüben ist eine ...
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Der lila Teil da drüben
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ist eine Rezession.
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Wenn eine Rezession schlimm genug ist,
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wird sie manchmal als Depression kategorisiert,
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es gibt verschiedene Kategorien für eine Depression;
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es gibt den berühmten Witz:
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Wenn Ihr Nachbar seinen Job verliert, ist es eine Rezession.
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Wenn du deinen Job verlierst, ist es eine Depression.
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Interessant ist, dass wir dieses Muster,
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ob es nun alle 8 Jahre,
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7 oder alle 10 Jahre auftritt, sehen.
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Aber wir verstehen nicht ganz genau,
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warum es passiert.
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Was wir in den nächsten Videos versuchen
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werden, ist ein Blick auf Modelle zu werfen,
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die versuchen, es zu erklären.
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Das ist eigentlich der ganze Zweck,
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warum wir die Gesamtnachfrage
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und das Gesamtangebot untersuchen.
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Ich möchte, dass ihr die Modelle mit
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einem großen Körnchen Salz betrachtet,
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denn ich würde sagen, dass es sich dabei
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um stark vereinfachte Wirtschaftsmodelle
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handelt, die den wahrscheinlich
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wichtigsten Faktor im Konjunkturzyklus
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oder jeder Art von Marktzyklus nicht
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berücksichtigen, und das sind menschliche Emotionen.
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Menschliche Emotionen.
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Ihr habt vielleicht bemerkt, dass wir in den meisten
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bisherigen Studien der Wirtschaftswissenschaften
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nicht viel über menschliche Emotionen
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oder die Tendenz des Menschen, die jüngste
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Vergangenheit zu extrapolieren, oder die Gier
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des Menschen oder das Risiko von Angst und Gier, all
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die Dinge, die sehr real sind, gesprochen haben, weil
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sie in der traditionellen Wirtschaftswissenschaft
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nicht ganz in die Modelle passen.
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Es gibt neue Bereiche in der Verhaltensökonomie
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und im Behavioral Finance, die versuchen, Dinge, wie
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menschliche Emotionen zu berücksichtigen, aber
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sie werden nicht in die Modelle einfließen,
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die wir für die Untersuchung von
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Gesamtangebot und Gesamtnachfrage verwenden.
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Warum ich von menschlichen Emotionen
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spreche, ist, weil
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ich selbst 6 oder 7 Jahre Analyst bei
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einer Investmentfirma in den Märkten
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verbracht habe, wurde mir klar,
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dass die Markt- und
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Wirtschaftszyklus zu einem großen Teil
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auf menschlichen Emotionen basierten.
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Das, was hier passiert, ist,
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dass die längere Zeit,
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das ist nicht das, was wir klassischerweise
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im 1.Semester Wirtschaftskurs lernen
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würden, ich werde das einfach sagen ...
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Bevor wir mit dem Studium beginnen, weil
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dies vielleicht ein besseres Gefühl vermittelt,
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was wahrscheinlich in einem Konjunkturzyklus passiert.
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Wenn die Expansionsphase beginnt,
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sind die Leute noch skeptisch.
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Sie haben das eben erst durchgemacht,
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hier wurden Menschen entlassen,
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sie verloren ihre Jobs,
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hatten Schwierigkeiten Rechnungen zu bezahlen,
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Unternehmen hatten sehr niedrige Gewinne oder vielleicht
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gar keine Gewinne,
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Insolvenzen traten auf,
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obwohl die Wirtschaft hier drüben
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zu expandieren beginnt,
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waren die Menschen irgendwie skeptisch.
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Sie erinnern sich an all den Schmerz der jüngsten
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Vergangenheit und wollen deshalb
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nicht rausgehen und Geld ausgeben.
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Sie wollen nicht rausgehen
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und anfangen zu investieren.
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Je weiter sie sich von diesem Punkt entfernen,
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ich erkläre gerade den emotionalen Aspekt
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des Konjunkturzyklus, der meiner Meinung
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nach wahrscheinlich der mächtigste ist. Je
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weiter sie sich davon entfernen, desto mehr
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sagen sie das es vielleicht wirklich so ist.
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Vielleicht ist das wirklich passiert.
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Ihre Erinnerungen an den Schmerz
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verblassen immer mehr.
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Ihre Erinnerungen an all die Risiken,
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die Erinnerungen an die Entlassungen
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und Insolvenzen
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entfernen sich immer mehr
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dann werden sie immer zuversichtlicher
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und eifriger zu investieren.
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Sie fangen an zu investieren
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und mehr auszugeben,
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sie fangen an, Leute einzustellen,
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und wegen all dem gibt es
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immer weniger Insolvenzen,
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immer weniger Entlassungen,
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sie fangen an, Einstellungen vorzunehmen,
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sie werden immer optimistischer,
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also wächst die Wirtschaft weiter.
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Wenn man sich die Punkte hier ansieht,
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ist es schon lange her, dass jemand
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über größere Entlassungen, Pleiten und
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Zwangsvollstreckungen, all sowas gesprochen hat.
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Die Leute fühlen sich zuversichtlich
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und unterschätzen wahrscheinlich das Risiko
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zu diesem Zeitpunkt.
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Sie investieren Geld,
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geben Geld aus, als gäbe es kein Morgen,
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weil sie glauben, dass es immer ein
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gutes Wachstum geben wird.
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Sie erschließen
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die jüngste Vergangenheit.
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Sie denken und es gibt sogar Studien
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die zeigen, dass Wirtschaftswissenschaftler,
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wenn man sie fragt, wie die
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absehbare Zukunft aussehen wird,
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dazu neigen, sich die jüngste
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Vergangenheit zu erschließen.
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Sie sagen, in der jüngsten Vergangenheit sind
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wir gewachsen, also werden wir auch zukünftig so wachsen.
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An diesem Punkt sind die Leute zu
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optimistisch, sie sind zu optimistisch
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und sie investieren wahrscheinlich falsch.
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Sobald die Dinge nicht wachsen, wie die Leute es erwarten
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fangen sie an ängstlich zu werden, aber
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sie sind zu diesem Zeitpunkt noch in der Verleugnung,
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sie werden etwas ängstlicher,
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aber hier sagen sie:
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,,Oh mein Gott, irgendetwas ist los."
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Sie geraten in Panik, es kommt zu
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Entlassungen, die Wirtschaft geht zurück und dann
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haben wir wieder den ganzen Kreislauf.
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Um diesen emotionalen Aspekt zu verstehen,
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habe ich das hier neu gezeichnet.
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Ich habe ein Diagramm neu gezeichnet, das
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bei jeder Blase, immer irgendwie
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in Ketten gelegt oder herumgeschickt wird, wenn
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die Leute anfangen skeptisch gegenüber
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dem Wachstum und der Wirtschaft werden.
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Es bezieht sich traditionell auf die Börsenzyklen.
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Börsenzyklen sind eng mit den
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tatsächlichen Wirtschaftszyklen verbunden.
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Ich denke, diese Worte fangen wirklich
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die emotionale Stimmung dessen ein, was
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entweder während des Konjunkturzyklus oder
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während eines Börsenzyklus geschieht.
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Gerade wenn wir mitten in der Expansion sind,
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sind die Leute ziemlich optimistisch.
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Ein bisschen weiter drinnen fühlen
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die Leute Aufregung.
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Sie sagen: ,,Vielleicht ist das eine neue Art von Sache
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und wir sind in der Lage, für immer zu wachsen."
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Dann gibt es eine Erregung, dass die Leute,
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gerade in den letzten Jahren,
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nur noch daran denken, Geld zu verdienen.
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Sie sagen: ,,Ich werde mein Geld
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in den Aktienmarkt stecken. Ich werde
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anfangen, Pets.com zu kaufen."
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Dann kommt die Euphorie.
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Sie denken: ,,Wow, leicht verdientes Geld.
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Ich muss nicht für meinen Lebensunterhalt
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arbeiten und kann weiter Häuser verkaufen
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oder Aktien von Pets.com kaufen", oder was auch immer,
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Daytrading.
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Dann gibt es Anzeichen dafür, dass es
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vielleicht eine Fehlinvestition gab, dass
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die Investitionen nicht so gut gelaufen sind,
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wie sie erwartet hatten.
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Die Leute werden etwas ängstlich, aber
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dann, fangen sie an, es zu leugnen.
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Manche fragen sich, ob sie in einer Rezession sind.
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,,Nein, wir sind nicht in einer Rezession.
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Es ist lange her, dass wir in einer Rezession waren.
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Die Dinge sind dieses Mal anders.
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Das Internet verändert alles.
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Der Wohnungsbau geht nie unter."
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Aber dann, wenn es weitergeht,
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die Rezession wirklich weitergeht,
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werden sie ängstlich und sagen:
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,,Vielleicht ist da etwas im Gange",
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dann kommt Verzweiflung, dann Panik,
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und das ist der Zeitpunkt, an dem sie,
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wenn wir an einen Börsenzyklus denken,
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wirklich anfangen zu verkaufen,
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sie fangen vielleicht an,
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zu wenig auszugeben,
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sie fangen an Dinge zu horten.
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Dann kommt Kapitulation.. An dem Zeitpunkt sagen sie:
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,,Die Dinge sind einfach schlecht. Sie werden nie besser
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werden", und dann werden sie mutlos,
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man könnte sogar sagen,
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die Leute werden depressiv,
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weil sie sagen, es ist schon so lange her,
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dass wir all diese guten Gefühle
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hier gespürt haben.
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Wie jeder gute Investor sagen wird:
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,,Dies ist die beste Zeit zu investieren."
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,,Das ist der schlechteste Zeitpunkt zu investieren."
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Auch wenn es hier vielleicht etwas
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Wachstum gibt, ist es so lange her,
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dass wir all diese Emotionen erlebt haben.
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Die Leute sind deprimiert.
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Wenn allerdings das Wachstum weitergeht,
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fühlen sie sich hoffnungsvoll, erleichtert
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und sagen: ,,Wenigstens geht es uns nicht
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immer schlechter", und dann kommt man
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wieder zum Optimismus zurück.
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Behaltet das im Hinterkopf, denn meiner
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Meinung nach sind die Emotionen
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der Hauptfaktor, der entweder in
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Börsen- oder Konjunkturzyklen eine Rolle spielt.
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Wenn wir es ganz klassisch in einem
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Wirtschaftskurs studieren, werden wir
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die menschlichen Emotionen etwas aus dem Bild
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nehmen, was ein wenig künstlich ist,
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weil sie vielleicht der wichtigste Teil des Bildes sind.