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Death From Space — Gamma-Ray Bursts Explained - YouTube
Channel: unknown
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Stell' Dir vor, Du könntest die Energie aller Sterne innerhalb von 100 Millionen Lichtjahren sammeln.
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Von tausenden Galaxien, jede davon durchsetzt mit Milliarden von Sternen.
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Stell' Dir vor, Du könntest mit der gesammelten Energie die größte Super-Waffe des Universums abfeuern.
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Stell Dir den Schaden, den Du anrichten könntest, vor.
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Wie sich herausstellt, muss Du Dir das nicht erst vorstellen.
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Es gibt sie, und man nennt sie Gammablitze.
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Aber wer sind diese kosmischen Scharfschützen?
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Und was passiert, wenn einer von ihnen die Erde trifft?
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Um Gammablitze zu verstehen, müssen wir erst verstehen, was Gammastrahlen sind.
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Gammastrahlen sind eine Form von elektromagnetischer Strahlung - Wellen, die wie das sichtbare Licht Energie transportieren.
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Das sichtbare Licht ist ein kleiner Teil des elektromagnetischen Spektrums: der Teil, den Du mit den Augen wahrnehmen kannst.
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Bei niedrigerer Energie entstehen Radiowellen, Mikrowellen und Infrarote Strahlung.
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Bei höherer Energie: Ultraviolette Strahlung, Röntgen- und Gammastrahlen.
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Gammastrahlen sind unglaublich stark.
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Ein einziges Gammastrahlenphoton ist energiereicher als eine Million sichtbarer Photonen zusammen.
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Ihre hohe Energie macht Gammastrahlen zu einer Form ionisierender Strahlung.
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Das bedeutet, sie sind energiereich genug, Atombindungen zu zerschlagen.
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Das macht sie gefährlich für Dich und mich.
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Ionisierende Strahlung stört das zarte biochemische Uhrwerk, dass uns am Leben hält
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wie ein 9mm - Geschoss eine Uhr durchschlägt.
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Glücklicherweise blockt die Ozonschicht der Erde die Gammastrahlung und filtert sie heraus, bevor sie uns schaden kann.
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Aber wenn die Atmosphäre Gammastrahlen aus dem All abblockt,
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wie wurden Gammablitze (oder GRBs - "GAMMA RAY BURSTS") im All überhaupt entdeckt?
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Während des kalten Krieges,
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entsandten die USA Spionagesatelliten, die Gammastrahlung sovietischer Atombombentests vom All aus aufspüren sollten.
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Auch wenn sie keine Bomben sahen, bemerkten sie schwache Ausbrüche aus dem Weltraum kommend,
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die nur wenige Sekunden anhielten.
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Bis zum heutigen Tag scheint dies die einzige wissenschaftliche Entdeckung ducrh Spionagesatelliten zu sein (von der wir wüssten).
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Astronomen nutzen Teleskope für verschiedene Lichtarten um ihre Entdeckungen zu machen.
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Und mit diesen Spionagesatelliten bekamen sie ein Paar neuer Augen
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Gammablitze waren für mehr als 30 Jahre ein großes Rätsel, doch schliesslich
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entdeckten wir die Quelle der Gammablitze: eine sechs Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie.
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Wenn man Gammablitze auch bei solchen Entfernungen sehen kann, müssen sie unglaublich energiereich sein.
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Sie setzen pro Sekunde mehr Energie frei als die Sonne in ihrem 10 Milliarden Jahre währenden Leben.
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Damit sind Gammablitze die hellsten Erscheinungen im Universum.
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Nun, wie entstehen sie?
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Gammablitze sind die Boten einiger der gewalttägtigsten und umwälzensten Tode im Universum
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und die Boten der Geburt schwarzer Löcher.
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Es gibt zwei Arten von Gammablitzen:
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kurze und lange, jede Art mit eigener Quelle.
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Lange Gammablitze dauern etwa eine Minute an und Wissenschaftler glauben, dass sie in Supernovae entstehen:
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wenn der Kern eines massiven Sterns in sich zusammenbricht und zu einem schwarzen Loch wird.
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Kurze Gammablitze dauern nur eine Sekunde und entstehen wenn zwei Neutronensterne in einem Zwillingssternsystem verschmelzen.
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Über einen Zeitraum von Millionen von Jahren verkleinert sich ihre Umlaufbahn durch das aussenden von Gravitationswellen.
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Wenn sie sich nahe genug kommen, stürzen sie sich ineinander und erzeugen ein schwarzes Loch.
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In Supernovae und Neutronensternvereinigungen entsteht das gleiche:
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Schwarze Löcher, die von einer Scheibe magnetisierter Gase ihrer Elterngestirne umgeben werden.
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In dieser Umgebung beschleunigt diese Rotation das Magnetfeld, welches an beiden "Enden" heiße Partikeljets einströmen lässt -
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und das mit beinahe Lichtgeschwindigkeit.
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Das Gas in diesen Trichtern erzeugt zwei Jets hochenergetischer Gammastrahlung -
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wie eine himmlische Strahlenwaffe.
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Also: ungleich anderer kosmischer Explosionen, die sich ausbreiten und schwächer werden,
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bleiben Gammablitze gebündelt und können aus weiterer Entfernung wahrgenommen werden.
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Alles weitere an Details würde mehr Mathematik verlangen, als es ein YouTube - Video vertragen könnte.
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Unser Universum ist voll von diesen kosmischen Scharfschützen. Sie schiessen blindlings und unkontrolliert herum
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und treffen uns unentwegt.
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Im Durchschnitt messen wir einen Treffer pro Tag. Glücklicherweise sind die meisten harmlos.
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Alle Gammablitze, die wir bisher messen konnten, kamen von ausserhalb der Milchstraße -
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zu weit entfernt, uns zu versehren.
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Ein Gammablitz in der Nähe könnte allerdings verheerend sein:
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aus einer Entfernung weniger Lichtjahre würde alles Leben vom Angesicht der Erde gebrannt.
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Oder zumindest das der Hälfte, die der Quelle zugewandt ist.
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Aber selbst ein Gammablitz aus größerer Entfernung könnte alles Leben auf der Erde auslöschen.
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Und es bräuchte noch nicht einmal einen Kopschuss um uns zu tilgen.
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Aus einer Entfernung von einigen Tausend Lichtjahren
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wäre ein Gammablitz, wenn er uns erreicht, etwa 100 Lichtjahre breit
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und würde unser Sonnensystem wie eine Flutwelle überspülen.
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Auch hier beschützt uns die Ozonschicht der Erde, aber sie ist besser dazu geeignet, die UV-Bestrahlung der Sonne zu kompensieren.
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Ein Gammablitz würde sie überwältigen, und wir wären der tödlichen Sonnenstrahlung schutzlos ausgesetzt.
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Es braucht Jahre, bis sich die Ozonschicht auf natürlichem Wege selbst wiederhergestellt hat,
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was der Sonne mehr als genug Zeit geben würde, die Erde steril zu kochen.
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Oder zumindest das meiste an komplexen Lebensformen zu töten.
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Genaugenommen kann das schon einmal passiert sein.
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Ein Gammablitz scheint die Ursache für das Ordovizische Massenaussterben vor 450 Millionen Jahren gewesen zu sein,
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welches fast 85% aller Spezies marinen Lebens ausgelöscht hat.
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Auch wenn es zugegebenermaßen unmöglich zu besweisen ist.
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Gammablitze könnten sogar ein Grund dafür sein, dass wir kein weiteres Leben im Universum entdecken.
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Vielleicht werden große Abschnitte regelmässig von ihnen leergefegt.
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Man vermutet, dass durch Gammablitze nur etwa 10% aller Galaxien Leben beherbergen könnten
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welches in etwa uns als Lebensform entspricht.
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Nun, werden wir alle duch Gammablitze sterben?
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Wahrscheinlich nicht.
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In einer Galaxie wie der unseren kommt es wahrscheinlich zu einem Gammablitz pro Jahrtausend.
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Und um uns zu schaden, müssten sie aus nächster Nähe auf uns gerichtet sein.
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Aber da sich Gammastrahlung mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, werden wir so etwas erst bemerken, wenn es uns bereits erreicht hat.
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Also könnte ein Gammablitz bereits auf dem Weg zu uns sein, und wir würden nichts merken bis er uns trifft -
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und wir sterben.
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