🔍
Autokorrelation diagnostizieren - Durbin-Watson-Test geeignet? - Analysieren von Daten in SPSS (18) - YouTube
Channel: Statistik am PC
[0]
Was ist Autokorrelation? Was hat das
für Folgen und wie erkenne ich, Autokorrelation?
[3]
Darum geht es jetzt in diesem
video. Zunächst einmal was ist Autokorrelation?
[6]
Autokorrelation ist nichts
anderes, als dass die Residuen, also meine
[10]
Fehlerterme bei der Regression miteinander korrelieren.
[12]
Idealerweise sollten sie nicht
miteinander korrelieren also unabhängig
[15]
voneinander sein.
Warum ist das ganze ein problem?
[18]
Das ganze kann deswegen ein problem sein, weil meine Standardfehler durch diese
[22]
Autokorrelation verzerrt sein können
und entsprechend Regressionskoeffizienten
[25]
eben auch verzerrt sein können und damit ein fehlerhaftes
[28]
Konfidenzintervall entstehen kann.
Ergo, ich möchte auf jeden fall
[31]
vermeiden, dass ich Autokorrelation in
meinem modell habe. Wie kann ich das
[35]
ganze jetzt diagnostizieren? Gleich als
hinweis: es gibt viele leute, die an
[39]
dieser Stelle den Durbin-Watson-Test
vorschlagen, den werde ich natürlich auch
[41]
vorstellen, aber mit einer kleinen
fußnote.
[43]
Denn der Durbin-Watson-Test eignet
sich eigentlich nicht für daten, die wir
[47]
typischerweise im querschnitt erheben,
weil Autokorrelationen sich meist auf
[51]
Korrelationen zwischen Residuen von
aufeinander aufbauenden, also in einer
[55]
ordnung da stehenden Werten bezieht. Also, Werte, die zum beispiel in einer
[59]
zeitlichen abfolge aufgenommen wurden,
die können auto korrelieren bzw
[64]
damit kann man mit dem Durbin-Watson-Test Autokorrelation identifizieren.
[68]
Wenn wir das ganze bei einer linearen
regression durchführen wollen, gehen wir
[71]
zunächst wieder auf "Analysieren", "Regression", "Linear". Wir wollen wie bei
[76]
allen videos zur linearen Regression auf
diesem kanal den abiturschnitt erklären,
[79]
also das ist die abhängige variable und
intelligenzquotient und die motivation
[83]
sind meinem unabhängigen variablen. Wir
könne dazu zunächst dann auf
[87]
"Statistiken" gehen. Bei "Statistiken" lassen wir uns
[90]
Schätzungen und Anpassungsgüte des
Modells nicht mehr ausgeben
[92]
wir lassen uns aber die Residuen mit dem
Durbin-Watson-Ttest ausgeben, klicken dann
[96]
auf weiter, dann "Diagramme" ist auch
nochmal ganz wichtig. Wer das video zur
[101]
Homoskedastizizäz noch nicht
angeschaut hat: an dieser stelle
[104]
vielleicht auch mal rechts oben die Infokarten schauen. Und zunächst möchten
[108]
wir an dieser stelle die standardisierten Residuen an die y-Achse
[111]
stellen und die standardisierten abhängigen variablenwerte an die
[116]
x-achse stellen. Wir brauchen keine
weiteren dinge hier anhaken und gehen
[120]
dann auf weiter. Jetzt haben wir an
dieser stelle alles angehakt, was wir
[123]
brauchen, können unsere Regression sozusagen durchführen
[127]
und wir bekommen jetzt hier erstmal noch mal die modellzusammenfassung, ANOVA,
[131]
Koeffizienten - das ist alles nicht so
wichtig. Wichtig erst mal zunächst hier
[135]
oben der Durbin-Watson-Statistikwert: ist 1,588 und
[140]
typischerweise ist es ja so das wir
einen Hypothesentest haben,
[143]
wie z.B. beim Levene-Test für
Varianzhomogenität, also Varianzgleichheit
[146]
und wir unsere Nullhypothese bei
den nichtsignifikanten Werten
[149]
annehmen müssen, was dann beispielsweise bedeutet, dass es eine Varianzhomogenität
[153]
gibt und hier gibt es wie
gesagt, keinen Signifikanzwert, das heißt wir
[156]
tappen jetzt erst mal so ein bisschen im
dunkel. Wenn man die Standardliteratur
[160]
zum Durbin-Watson-Ttest liest, kommt man relativ schnell darauf, dass die werte
[164]
die die Durbin-Watson-Statistik
annehmen kann, sich zwischen 0 und
[167]
4 bewegen und ein Wert der bei 2 liegt, deutet auf nicht korrelierte
[172]
Residuen hin. Ddas ist heißt, das ist der Wert zu dem
[175]
wir eigentlich hin wollen. Nun kann der
Wert also durchaus auch von zwei
[179]
abweichen und dennoch kann keine Autokorrelation
[182]
vorliegen, also der wert muss nicht
zwingend genau 2 sein. Also eine
[187]
gewisse Abweichung ist durchaus
akzeptabel und man spricht
[190]
typischerweise davon, dass der Wert
zwischen 1,5 und 2,5 sein sollte, damit
[195]
es noch ungefähr okay ist. Wenn wir bei
der Durbon-Watson-Statistik einen Wert
[199]
haben, der kleiner 2 ist, geht man von
einer positiven korrelation der Residuen
[203]
aus. Jetzt habe ich aber eben schon
vorhin etwas erwähnt, dass man
[206]
eigentlich diese Durbon-Watson-Teststatistik nur für Zeitreihendaten oder
[211]
Daten, die in einer gewissen Reihenfolge
erhoben worden, also die aufeinander
[214]
aufbauen, verwenden sollte und in dem
falle sozusagen hier man sich in falscher
[219]
sicherheit wiegt. Warum?
Um zu zeigen, dass man den Durbin-Watson-Test eben
[223]
wirklich nur mit sehr großer Vorsicht
bei solchen daten, wie wir sie jetzt hier
[226]
haben, nämlich im querschnitt erhobene
daten, wo ich jetzt eben auch sagen
[229]
könnte, zum beispiel die werte 30 bis 27
die könnte ich ja auch an den platz
[235]
9 bis 12 jetzt schieben.
Und wenn wir jetzt die Durbin-Watson-Statistik
[239]
noch mal ausrechnen lassen
wollen, also wir lassen alles so, wie es
[241]
bisher war, so angehakt, auch das diagramm lassen wir uns
[244]
noch mal ausgeben und die statistik,
Durbin-Watson - okay und wir hatten eben
[248]
einen wert von 1,588 und wir haben jetzt
ein wert von 1,582, dh der Wert hat sich
[254]
jetzt geändert, aber eigentlich dürfte
er sich ja nicht ändern, weil ich hier die daten
[257]
nicht geändert habe. ich habe lediglich
die reihenfolge der daten geändert.
[259]
Wenn man jetzt zb nochmal den wert 40
nehmen würden und verschiebt den hier
[263]
an den platz 27 und führt das ganze
noch mal durch,
[267]
dann bekommen wir hier zum beispiel eine Durbin-Watson-Statistik von 1,765 und
[272]
das sollte demzufolge auch wirklich
Grund zur Vorsicht sein, was das ganze
[277]
angeht, wenn man die variablen wirklich
10.000 mal durcheinander gemischt und
[281]
man immer wieder auf werte zwischen 1,55 und 1,765 beispielsweise kommt, dann
[286]
könnte man vielleicht vorsichtig davon
ausgehen, dass sie eben nicht autokorreliert sind.
[290]
Aber man sollte sich nicht auf diesen Wert verlassen, sondern
[293]
man sollte, wie auch beim Homoskedastizitätsverfahren oder Test auf Heteroskedastizität,
[299]
sollte man eher auf dieses
diagramm schauen, das reicht meistens
[302]
schon und die werte sollten sich hier so
zwischen maximal -3 und +3
[306]
an beiden stellen bewegen. das ist hier,
na ja nicht ganz der fall, ist aber nicht
[311]
so dramatisch. Wichtig ist vielmehr, dass
die Werte hier randomisiert gestreut
[316]
sind und so ungefähr rechtwinklig sind,
also das ich jetzt hier keine cluster habe.
[320]
Und was interessant an dieser
stelle ist: wir hatten die jetzt eben
[323]
schon ein paar mal dieses Streudiagramm uns mal ausgeben lassen, immer mit
[326]
einer anderen reihenfolge hier von der
laufenden nummer und wir können dadurch
[330]
erkennen, das Streudiagramm, das ist
natürlich immer das gleiche,
[333]
das einzige was sich eben ändert, ist die
Durbin-Watson-Statistik. So und man
[339]
würde jetzt durchaus sagen können, dass
wenn man hier ein Streudiagramm hat, was
[343]
eher randomisierte Werte hat, also quer,
wild gestreut also nicht jetzt
[347]
besonders zentriert und in der form
eines rechtecks ungefähr angeordnet ist,
[354]
dann geht man eben davon aus, dass man keine Autokorrelation, also keine
[357]
bedenkliche Korrelation der Residuen hat
und das ist eben das, was man mit diesem
[363]
Streudiagramm besser zeigen kann
für Querschnittsdaten, als jetzt mit
[366]
einem Durbin-Watson-Test. Den Durbin-Watson-Test wie gesagt, den nimmt man eher
[370]
dann für Paneldaten für Längsschnittdaten und nicht für Qquerschnittsdaten,
[374]
wo man keine aufeinander aufbauenden, in einer zeitlichen beispielsweise Reihenfolge hat.
[380]
Das war es an dieser Stelle auch schon wieder. Hat euch das
[382]
Video gefallen, lasst mir einen Daumen nach oben da. Habt ihr Fragen oder Anregungen,
[385]
lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ansonsten freue ich mich natürlich
[388]
über ein Abonnement und sehe euch beim nächsten Video.
Most Recent Videos:
You can go back to the homepage right here: Homepage





