GDP deflator | GDP: Measuring national income | Macroeconomics | Khan Academy - YouTube

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Im letzten Video haben wir eine vereinfachte Wirtschaft untersucht, die
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nur ein Gut oder eine Dienstleistung verkauft.
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Jetzt lasst uns die Dinge etwas allgemeiner oder die
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etwas komplexere Volkswirtschaften betrachten.
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Nehmen wir an, dass die Ökonomen im 1. Jahr
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festgestellt haben, dass das Preisniveau der in dieser Wirtschaft
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produzierten Güter und Dienstleistungen 100 beträgt.
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Sie haben die richtigen Zahlen multipliziert und
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dividiert, so dass ihr Index,
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den sie generieren, einfach besagt,
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dass dies 100 ist.
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Sie tun dies, damit sie die Preise in anderen Jahren
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relativ zum 1. Jahr messen können.
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Sagen wir im 2. Jahr, wenn sie ihren Index verwenden,
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stellen sie fest, dass die Preise jetzt bei 110 sind.
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Nun, das ist keine einfache Sache.
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Es wäre einfach gewesen, wenn es nur
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ein Gut oder eine Dienstleistung in der Wirtschaft gegeben hätte, wie
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in unserem letzten Beispiel, die Äpfel.
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Man hätte einfach den Preis von Äpfeln nehmen können.
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Er ist von 0,50€ auf 0,55€ gestiegen.
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In der Realität ist das nicht so einfach möglich.
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Wir haben viele Waren und Dienstleistungen.
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Einige Preise gehen nach oben.
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Einige Preise gehen runter.
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Die Mengen der Güter und Dienstleistungen ändern sich.
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Es kann sein, dass es Waren und Dienstleistungen
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gibt, die zwar im Jahr 1 angeboten wurden,
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die es aber im Jahr 2 nicht mehr gibt.
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Und es gibt Güter und Dienstleistungen im Jahr 2,
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die es im Jahr 1 nicht gab.
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Nehmen wir für dieses Video mal an,
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dass Ökonomen das sagen können.
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Wenn wir das allgemeine Preisniveau im Jahr 1 als 100 bezeichnen,
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ist es jetzt 110.
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Oder anders ausgedrückt: Die Dinge
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sind um 10% teurer geworden.
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Angenommen, wir kennen diese Beziehung - und
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es ist nicht einfach herauszufinden, es stellt
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sich heraus, dass es keinen perfekten
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Weg gibt dies zu tun - wie können wir eine
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Beziehung zwischen dem realen BIP und dem nominalen BIP herausfinden?
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Wann immer wir über das reale BIP sprechen - wir
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werden über das reale BIP im 2. Jahr sprechen - wann
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immer wir über das reale BIP sprechen,
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sprechen wir über das BIP im Bezug auf
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die Preise in einem bestimmten Basisjahr.
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In diesem Beispiel werden wir über das reale BIP
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im Jahr 2 im Bezug auf die Euro des 1. Jahres sprechen.
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Was auch immer die Waren und Dienstleistungen waren, die
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im Jahr 2 produziert wurden. Wir denken darüber nach,
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was wäre, wenn sie zu gleichen Preisen wie im Jahr 1 produziert werden?
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Und das gibt uns das reale BIP im Jahr 2.
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Eine Möglichkeit, darüber nachzudenken, ist also nur ein Verhältnis.
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Lasst mich also das nominale BIP schreiben.
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Das ist also das BIP im Jahr 2, gemessen in
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€ des Jahres 2, geteilt durch - ich schätze,
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wir könnten es wirklich als Verhältnis bezeichnen - geteilt
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durch das reale BIP im Jahr 2.
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Und das wird in € des Jahres 1 gemessen.
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Nun, das wird dasselbe sein, wie das
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Verhältnis der Preise zwischen Jahr 1 und 2.
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Das wird das Verhältnis von - wir benutzen diesen
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Indikator hier - 110 zu 100 sein.
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Ich möchte, dass ihr eine Sekunde darüber nachdenkt.
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Es sagt nur aus, dass diese die gleichen Waren
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und Dienstleistungen messen.
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Das reale BIP misst sie in Preisen des 1. Jahres.
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Das nominale BIP misst sie in den Preisen des 2. Jahres.
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Wenn also Dinge zwischen dem 1. und 2. Jahr,
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um 10% teurer geworden sind, sollte das nominale BIP
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um 10% größer sein als das reale BIP.
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Wir sollten die exakt gleichen Verhältnisse haben.
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Und jetzt können wir diese Sache mit jeder Art von
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Algebra manipulieren, wie wir wollen.
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Wir könnten zum Beispiel sagen, nominales BIP - und
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ich schreibe jetzt einfach mal nominal.
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Hier habe ich genau spezifiziert,
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worüber wir reden.
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Dies ist das nominale BIP des Jahres 2.
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Also könnten wir nun sagen, das nominale BIP ist
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gleich- wir können beide Seiten mit dem realen BIP
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multiplizieren- ist gleich 110 über 100 mal dem realen BIP.
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Dies ist das nominale BIP im Jahr 2.
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Dies ist das reale BIP im Jahr 2, gemessen in € des Jahres 1.
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Oder wir können beide Seiten dieser Gleichung
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durch diese 110 über 100 dividieren.
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Dann erhalten wir das nominale BIP im Jahr 2 geteilt
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durch 110 über 100 ist gleich dem realen BIP im Jahr 2.
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Das ist das nominale BIP im Jahr 2.
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Wenn man es so schreibt, fühlt es sich
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so an, als ob man das nominale BIP im Jahr 2,
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nimmt und es einen allgemeinen Anstieg
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des Preisniveaus gegeben hat.
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Das nennt man Preisinflation.
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Wir sehen das hier drüben.
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Und jetzt deflationieren wir es, um das reale BIP zu erhalten.
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Wir dividieren es durch das Verhältnis der Preise.
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Wir teilen es, um wie viel die Preise gestiegen sind,
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oder ich schätze, man könnte sagen, das Verhältnis
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zwischen den Preisen des Jahres 1 und 2.
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Diese Menge ist also 1,1.
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Man kann es auch so sehen, dass wir das
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nominale BIP im Jahr 2 deflationieren,
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um das reale BIP im Jahr 2 zu erhalten.
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Wir erhalten, erinnert euch, dies ist in Preisen des Jahres 1.
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Und deshalb wird diese Zahl
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hier als Deflator (Preisindex) bezeichnet.
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Das ist unser BIP-Deflator (Preisindex des BIP).
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Man wählt eine Basis, in diesem Fall war es das Jahr 1.
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Dieses Basisjahr könnte 1985 gewesen sein.
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Es könnte 2006 gewesen sein.
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Wer weiß, was es sein könnte.
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Es könnte alles sein.
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Unser BIP-Deflator wird relativ zu diesem Basisjahr sein.
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Wenn das Basisjahr 100 war, wird unser
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Deflator sagen, wie viel die Dinge jetzt
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in diesem Jahr sind.
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Wir können sogar in der Zeit rückwärts gehen.
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Im Jahr 0 könnte der Deflator 85 betragen haben,
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weil die Dinge vielleicht billiger geworden sind.
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Oder wir könnten wirklich einen Preisverfall
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und damit tatsächlich eine Deflation gehabt haben.
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Im Jahr 2 wäre die Deflator dann vielleicht bei 98.
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Warum er Deflator genannt wird, ist, dass
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man im Laufe der Zeit eine Inflation hat, und
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man wird das nominale BIP deflationieren.
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Wir werden es durch einen Wert teilen, der größer ist als 1.
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Es wird etwas über 100 sein, geteilt durch 100,
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was das Basisjahr ist, um das reales BIP zu erhalten.