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How Olga Korbut Inspired a Generation of Gymnasts | The Olympics On The Record - YouTube
Channel: Olympics
[6]
Jetzt zum Kunstturnen und
Turischtschewa aus der Sowjetunion.
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Ludmilla Turischtschewa
führte die Sowjetunion
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zur Goldmedaille im Teamwettbewerb
[16]
bei den Olympischen Spielen
im Jahre 1972 in München.
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Des Weiteren gewinnt sie Gold
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in der
prestigeträchtigen Einzeldisziplin.
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Mit 20 war Turischtschewa Welt-,
Europameisterin und Olympiasiegerin
[28]
gleichzeitig
und sie beendete ihre Karriere
[33]
mit neun olympischen Medaillen,
darunter sind vier Goldmedaillen.
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Sie war eine ruhige und
beständig brillante Performerin
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und beliebte Leaderin
des sowjetischen Kunstturnteams.
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Die Kunstturn-Wettbewerbe 1972
in München wurden nicht bekannt
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durch Turischtschewas Leistung,
sondern den Auftritt
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ihrer 17-jährigen Teamkollegin,
jenes Mädchen, das Siebte wurde.
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Unter ihrem Spitznamen "der Spatz"
[61]
galt Olga Korbut als Nachwuchsstar
des sowjetischen Kunstturnsports.
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Schon bei ihrem ersten Auftritt in
München zog sie alle Blicke auf
sich.
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Sie hatte seit dem 12. Lebensjahr
unermüdlich trainiert
[73]
zu Hause in Minsk
im heutigen Weißrussland.
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Neben Turischtschewa verhalf
Korbut der Sowjetunion dazu,
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Gold im Team zu gewinnen.
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Als dann der
Einzel-Allround-Wettbewerb begann,
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sahen alle auf Korbut.
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Es gab zwar damals
keine sozialen Medien,
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doch das Phänomen Korbuts
verbreitete sich trotzdem wie ein
Virus.
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Stell dir eine Welt
ohne soziale Medien vor,
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in der Leute
tatsächlich miteinander reden.
[100]
Nelly? Nelly?
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Es gab inzwischen Farbfernsehen,
und die Menschen
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ließen alles stehen und liegen,
um jene Kleine aus Minsk zu sehen.
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Nach Sprung und Boden
lag Korbut auf dem dritten Platz.
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Sie war also
eine ernste Medaillenkandidatin.
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Als Nächstes
war der Stufenbarren an der Reihe.
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Das sind zwei parallele,
unterschiedlich hohe Stangen,
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an denen sich
die Turner schwingend bewegen.
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Das erfordert Kontrolle,
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und die Jury beurteilt
Schwierigkeit, Technik und Vortrag.
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Abzüge gibt es dabei für Fehler,
Pausen und Schritte beim Abgang.
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Bisher war der Stufenbarren
immer Korbuts stärkste Disziplin.
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Aber nicht an jenem Tag in München.
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Von Anfang an ging ihre Übung
schief.
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Korbut bekam dafür starke Abzüge.
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Eine Note von 7.5 machten
ihre Medaillenchancen zunichte.
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Ihre Tränen galten als
öffentliche Gefühlsbekundung
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und verhalfen ihr dazu,
ihre Bekanntheit zu steigern.
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Tränen...
Ja, das funktioniert immer.
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Turischtschewa gewann
verdient die Goldmedaille.
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Es hieß, sie könnte auf
dem Schlachtfeld Leistung bringen.
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Aber Korbut wurde
zur Olympiasiegerin der Herzen,
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und Millionen unterstützten sie,
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als es in die Einzelwettkämpfe ging.
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Am Schwebebalken
zeigte sie ein Element,
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das absolut neu in der
internationalen Wettkampfszene war.
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Es war eine
sensationelle Vorstellung,
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die ihr Gold einbringen sollte.
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Korbut ließ dem eine
außergewöhnliche Bodenübung folgen.
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Ihr zweites Gold.
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Am Stufenbarren hatte sie
Fehler in der Qualifikation gemacht,
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schaffte es aber trotzdem ins
Finale, in dem sie
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ihr bisher
frechstes Manöver zeigte...
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Kein Turner hatte bisher
eine perfekte 10.0 erreicht,
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aber hätte es dann jene
sensationelle Leistung nicht
verdient gehabt?
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Die Jury war dagegen
und gab Korbut eine 9.8.
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Zuschauer dachten, es handelte sich
um einen großen Irrtum.
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Die Jury bestand
auf der Entscheidung,
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und es reichte für Korbut
immer noch zu Silber.
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Jener gewagte Rückwärtssalto
wurde bekannt als
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der "Korbut Flip",
aber im Jahr 2009 wieder untersagt.
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Man wird ihn also nie mehr
bei einer Olympiade sehen,
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weil er "zu gefährlich" war.
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Zum Glück war der Salto
nicht Korbuts einziges Vermächtnis.
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Sie wurde schnell zum Vorbild
für viele junge Kunstturnerinnen.
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Allein in Großbritannien übten
etwa 2,5 Millionen den Sport aus,
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und jene Entwicklung setzte sich
überall auf der Welt fort.
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Jenes Phänomen Korbuts bewies
den Einfluss von Olympischen
Spielen,
[292]
oder in jenem Fall, wie ein junges
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Mädchen aus Minsk die Aufmerksamkeit
des ganzen Globus erregt.
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