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LIFO-Verfahren am einfachen Beispiel erklärt – Rechnungswesen - YouTube
Channel: Wirtschaft - simpleclub
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Moiiiinsen,
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heute geht’s um LIFO.
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Für alle, die dabei eher an eine Disney-
Animationsfigur denken,
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als an ein Bewertungsvereinfachungsverfahren
heißt es jetzt aufgepasst.
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Okay LIFO ist keine sweete Disney- Animationsfigur.
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Das LIFO-Verfahren ist ein nach §256 des
Handelsgesetzbuchs zulässiges Bewertungsvereinfachungs-
[35]
bzw. Verbrauchsfolgeverfahren
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für das Vorratsvermögen im externen Rechnungswesen.
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Puh klingt kompliziert.
[42]
Daher schnell her mit einem Beispiel!
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Der tom – Baumarkt hat alles, was das Herz
eines Heimwerkers höherschlagen lässt.
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Herr Nagel ist Manager der Filiale.
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Für den Bilanzstichtag am 31. Dezember ist
es seine Aufgabe, das Vorratsvermögen, zu
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ermitteln.
[58]
Dafür muss er den Wert der eingelagerten
Gegenstände bestimmen.
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Problem: Bei den Bestellungen unterliegen
die Produkte Preisschwankungen.
[65]
Sagen wir es wurde am Jahresanfang ein Bohrer
für einen Nettoeinkaufspreis von 70€ gekauft
[71]
und ein zweiter im Herbst für 80€.
[74]
Wenn im Geschäftsjahr nur 1 Bohrer verkauft
wurde…
[77]
Ja wie bewertet Herr Nagel dann den auf Lager
befindlichen Bohrer in der Bilanz?
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Hier kommt unser LIFO-Verfahren
ins Spiel.
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LIFO steht für Last In – First Out.
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Auf Deutsch: was zuletzt reingekommen ist,
geht als erstes wieder raus.
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Wird LIFO als Bewertungsvereinfachungsverfahren
angewendet,
[95]
heißt das für unser kleines Beispiel:
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Es wird angenommen, dass der zuletzt gekaufte
Bohrer,
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also der aus dem Herbst für 80€,
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als erstes verkauft wurde.
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Zuletzt rein – als erstes wieder raus.
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Der auf Lager liegende Bohrer wird demnach
mit 70€ bewertet.
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Dass es wirklich der im Herbst eingekaufte
Bohrer war, der verkauft wurde wird dabei
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einfach unterstellt.
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So ihr seht, LIFO ist nicht schwer, daher
jetzt alles eine Stufe schwerer.
[121]
Wir bewerten nicht mehr nur 2 Bohrer, sondern
schauen uns jetzt an, wie wir die Schraubenzieher
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im Lager bewerten.
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Bewertungsvereinfachungsverfahren heißt hier
übrigens auch,
[131]
dass wir nicht jeden Schraubenzieher einzeln
bewerten,
[134]
da gleichartige Produkte zusammengefasst werden
können.
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Das wäre sonst ein ziemliches Durcheinander
in der Bilanz.
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Dieser Tabelle können wir den Anfangsbestand
zu Beginn des Jahres,
[145]
sowie die Lager Zu- und Abgänge entnehmen
– mit Menge und auch Einkaufspreis.
[149]
Unsere Aufgabe ist es herauszufinden wie viel
Ware, zu welchem Wert, am Bilanzstichtag auf
[156]
Lager ist.
[157]
Dabei betrachten wir den Ablauf periodisch.
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Nach dem LIFO Verfahren sind die Schraubenzieher,
die als letztes reingekommen sind
[164]
als erstes wieder rausgegangen.
[166]
Der Anfangsbestand verstaubt also quasi, weil
immer die neusten Schraubenzieher rausgehen.
[172]
Daraus können wir schließen, dass der Endbestand
am Bilanzstichtag
[175]
aus dem Anfangsbestand und vielleicht noch
den ersten Lieferungen besteht.
[179]
Wir bestimmen also zunächst einfach den Endbestand.
[182]
Easy Anfangsbestand + Zugänge – Abgänge
rechnen.
[187]
200 + 100 + 50 - 80 - 40 - 20
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macht 210 Stück.
[193]
Und jetzt gehen wir von oben nach unten vor.
[195]
Nochmal ein Blick auf die Infobox und dann
wissen wir,
[198]
die 200 Schraubenzieher vom Anfangsbestand
sind immer noch auf Lager und verstauben.
[203]
Diese können wir jetzt schon mal bewerten
[205]
und zwar mit dem Einkaufspreis von 3 € pro
Stück.
[208]
Wir rechnen also 200 mal 3.
[211]
Das Stück kürzt sich weg und wir haben einen
Wert von 600€.
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Jetzt fehlen uns bis zu unserem Restbestand
von 210 Schraubenziehern nur noch 10 Stück.
[220]
Wir gehen eine Zeile weiter nach unten und
nehmen hier 10 von den 100 Stück, aus dem
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ersten Zugang.
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Diese werden mit dem Einkaufspreis von 4€
pro Stück bewertet.
[230]
Wir rechnen 10 mal 4 und das macht 40€
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Auch easy!
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Wir haben also zum Bilanzstichtag ein Vorratsvermögen
an Schraubenziehern von unterm Strich 640€
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Bei einer Menge von 210 Stück.
[244]
Pro Stück macht das…
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Kurz rechnen…
[246]
640 durch 210…
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Gleich ungefähr 3 Euro und 5 Cent
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Herr Nagel notiert diese Position im Umlaufvermögen
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Und zieht dann zu den Schrauben weiter.
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Hier noch der Hinweis:
[259]
Beim Umlaufvermögen, wozu die Vorräte zählen,
ist das strenge Niederstwertprinzip zu beachten.
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Ein Video dazu folgt!
[265]
Weiter geht’s für euch mit dem FIFO Verfahren.
[271]
Dabei geht’s einmal anders rum.
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