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Segregated Witness Explained [Segwit] (Litecoin/Bitcoin) - YouTube
Channel: Franklyn
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Segregated Witness Erklärt. Ein Dankeschön an Luke Dashjr & Tom Zander. Verfasst von Franklyn. Deutsche Übersetzung von Bay6 Translations, Maik Beyer.
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Segregated Witness. (Abgesonderter Zeuge)
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Es ist als Bitcoin's großartige Lösung, zum Beheben einer Vielzahl an Problemen, gefeiert worden.
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Von der Behebung nachträglicher Änderungen an Transaktionen bis hin zur Skalierung.
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Allerdings nicht, ohne den Widerstand von 'Minern' gezürnt zu haben,
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die momentan dessen Aktivierung bedrohen, auf Grund geäußerter Sorge, um die technische und wirtschaftliche Komplexität.
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Sie hoffen eine bessere Lösung finden zu können.
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Bei "Segregated Witness" oder auch "Segwit" genannt, handelt es sich um eine tiefgehende Änderung,
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welche die Struktur, der Blöcke auf der "Blockchain" verändert.
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Blöcke sind aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt, diese sind:
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Die Block-Kopfzeile. Sie enthält die Version des Blocks, den Hash des vorherigen Blocks, Hash Ursprung,
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Zeitstempel, Ziel und die Nonce. Hinzu kommt der Transaktions-Zähler und schließlich eine Auflistung einzelner Transaktionen.
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Ein Block ist im Moment auf eine Größe von 1 Megabyte begrenzt und jeder Bestandteil nimmt etwas davon in Anspruch.
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Den Großteil dieses Platzes, weit über 99 Prozent, ist aufgehoben für die Transaktionen,
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die wiederum ihre eigenen Bestandteile haben, und zwar Eingänge und Ausgänge:
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Eingänge sind wo die Geldeinheiten herkommen und Ausgänge wo sie hingehen.
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Die Signatur benötigt dabei den meisten Platz, sie befindet sich innerhalb der Eingänge.
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Diese Signatur macht 65 Prozent des Platzbedarfs, innerhalb einer Transaktion, aus und ist Beweis dafür,
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dass der Versender steuert, wie hoch der zu sendende Betrag sein soll.
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Segregated Witness sondert und verschiebt diese Signatur von dem Eingang in ihre eigene Struktur, auch "Zeuge" genannt.
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Dies macht eine Berechnung der Transaktions ID viel vorhersehbarer und verhindert in manchen Fällen,
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jedoch nicht allen, die nachträgliche Änderung von Transaktionen, falls eine Person versuchen sollte die Transaktions ID zu ändern.
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Außerdem ermöglicht dies eine Erweiterung der Blockgröße, von einem Megabyte. zu etwas unter 4 Megabytes.
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Jedes Byte, in einem "Zeugen", in einer Segwit Transaktion, zählt als eine Einheit,
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während jedes andere Byte aus der Transaktion als 4 Einheiten zählt.
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Da die Blöcke jedoch nicht aus 100 Prozent dieser "Zeugen"-Daten bestehen und noch weitere
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Erhöhungen in der Datengröße, bei Segwit Transaktionen hinzukommen, erreicht man niemals 4 Megabytes.
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Stattdessen landet man effektiv bei einer Obergrenze von 2 Megabytes oder doppel BB-Code Kapazitäten.
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Das Entfernen der Signaturen, aus den Transaktions-Eingängen, führte allerdings zu Inkompatibilitäts-Problemen.
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Der Hash-Ursprung, aus der Block-Kopfzeile, erlaubt es dem Block, Transaktionen zu bestätigen,
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ohne den Hauptteil, also die Transaktionsinformationen, zu kennen.
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Sie entsteht, indem man jede Transaktions-ID des Blocks nimmt und sie zweifach zerlegt und zu einem "Hash-Baum" zusammenführt.
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Dies geschieht so lange, bis nur noch eine Zahl übrig bleibt. Der Hash-Ursprung.
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Die Daten des "Zeugen" sind dann zwar nicht mehr teil der Transaktions ID, müssen allerdings immer noch in der Transaktion enthalten sein.
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Sonst wird der Block nicht gültig sein.
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Daher benötigt man einen gesonderten Hash-Baum, für die kompletten Daten der Transaktion.
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Indem man dies an die erste Transaktion anhängt, lassen sich die Daten des Zeugen erfolgreich mit der Transaktion verbinden.
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Und somit ist Segregated Witness (Abgesonderter Zeuge) auch Abwärtskompatibel.
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Auf Grund dieser neuen Blockstruktur, werden ältere Knoten diese weiterhin als gültig anerkennen,
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trotzdem, wie mit jeder Aktualisierung von Bitcoin selber, werden diese Blöcke nicht vollständig zu verstehen sein.
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Jedoch werden neue Segwit Knoten in der Lage sein, diese Blöcke ordnungsgemäß bestätigen zu können,
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da sie mit den neuem Regelwerk vertraut sind und wissen wie diese neue Blockstruktur zu erkennen ist.
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Segregated Witness wird durch einen "Soft Fork" implementiert, dass bedeutet, 95 Prozent aller "Miner" müssen Segwit kompatible Software am laufen haben, damit es aktiviert werden kann.
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Wir wissen zwar nicht wie viele "Miners" Segwit am laufen haben, wenn wir uns aber auf diese Statistiken beziehen,
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sehen wir, dass lediglich 85% des Netzwerks "Core" Knoten benutzen, welche als Hauptbefürworter von Segwit gelten.
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Dies hat zu Prognosen vieler Leute geführt, die keinen erfolgreichen Konsens für Segwit sehen.
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Auf der anderen Seite vorsichtig optimistische Leute, die einen Konsens zur Segwit Aktivierung für Ende des Jahres oder 2017 vorhersehen,
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denn dessen Befürwortung wird momentan unterschätzt.
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Es ist nur fair darauf hinzuweisen, dass es sich bei Segwit, sehr wohl, um eine tiefgehende Änderung handelt,
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doch es legt, im Endeffekt, den Grundstein für weitere Änderungen.
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Und das nicht nur bezüglich nachträglicher Änderungen und der Netzkapazität.
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Wegen dieser tiefgreifenden Änderungen, gibt es eine Reihe von Risiken, darunter:
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Erstens, die Einführung von Programmfehlern in das System, entweder durch Fehler in der Entwicklung oder bei der Implementierung.
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Es besteht ebenso die Möglichkeit eines Benutzerfehlers, durch Verwirrung in der Benutzung dieses Systems.
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Zusammen mit Wechselwirkungen in der Bitcoinumgebung, wo es möglicherweise schon feste Annahmen gibt,
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gegen die, durch diese Aktualisierung, dann verstoßen werden könnten.
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Zweitens, Transaktions-Gebühren. Sehr häufig ist es heutzutage der Fall, dass Nachfrage das Angebot übersteigt.
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Als solches erhalten diejenigen, die mehr bezahlen, Priorität gegenüber denen, die weniger zahlen.
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Mit der Zunahme an Netzwerkkapazität, zumindest kurzfristig, könnten es eine Verringerung der Transaktions-Gebühren geben.
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Daraus folgt, weniger Verdienst für "Miner" und weniger Sicherheit im Netzwerk,
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sollten sie nicht mehr in der Lage sein mit Profit zu "minen" und dazu gezwungen sein, einige Maschinen vom Netz zu nehmen.
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Obwohl es sich vermutlich so entwickeln wird, dass die Transaktions-Gebühren entweder weiterhin steigen oder zumindest gleich bleiben,
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da sich die zusätzliche Kapazität, geboten von Segwit, zügig durch die stetige Nachfrage decken wird.
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Drittens, Serialisierung.
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Transaktionen und Blöcke sind momentan so angeordnet, dass ihre Informationen später neu aufgebaut werden können, falls notwendig.
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Dies hilft auch dabei, die Blockchain hinzuhallten und erneut Daten über das Netzwerk zu übertragen.
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Segwit geht die Sache an, indem es eine Nachricht an die Basis Transaktion des Blocks hängt, welche 32 bis 47 zusätzliche Bytes in der Transaktion verursacht.
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Und in Abhängigkeit von der Transaktionsart, weitere -1 bis 19 Prozent, an Informationen pro Transaktion, anhängt.
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Viertens, Block-Bestätigungszeit
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Die Zeit, zur Bestätigung von Blöcken, wird sich ebenfalls erhöhen, da mehr Rechenleistung zum
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Berechnen, von den neuen Segwit Transaktionen und den neuen Zeugen-Daten des Hash-Ursprungs, benötigt wird.
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Allerdings sollte dies zu vernachlässigen sein und den Block, um höchstens 7 Kilobyte, erweitern.
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Also etwa eine Zehntel Sekunde auf üblicher Hardware.
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Fünftens, Technische Verschuldung
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Segwit könnte möglicherweise, zur bereits vorhandenen Technischen Verschuldung von Bitcoin, beitragen.
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Technische Verschuldung bezieht sich auf Programmcode, der zwar heute Probleme behebt, jedoch in der Zukunft schwere Probleme verursachen könnte,
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es sei denn man schreibt ihn neu, was die Entwicklungszeit verlangsamt.
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In eingen Fällen bliebe es auch permanent erhalten, als ein schlechtes Design,
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da eine spätere Änderung dazu führen kann, dass die Nutzer zugriff auf Ihre Geldeinheiten verlieren würden.
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Sechstens, Größere Blöcke (UTXO) haben eine schneller wachsende UTXO Datenbank, bzw. nicht getätigte Transaktionen zur Folge.
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Diese Datenbank ist wichtig, da es die Knoten vollständig bestätigt und Transaktionen überprüft.
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Wenn ein Eingang nicht in der Datenbank vorhanden ist, dann bedeutet es, dass die Transaktion nicht gültig ist.
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Es ist zu erwarten, dass die UTXO Datenbank auch ohne Segwit wachsen wird. Sie hat im Moment eine Größe von 1,5 Gigabyte bzw. 10 Gigabyte unkomprimiert im Speicher.
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Mit Segwit würde diese Datenbank doppelt so schnell wachsen. Das klingt nach keinem so großem Problem,
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bis man sich darüber Gedanken macht, wie jeder sich diese Hardware, zum Speichern, besorgen muss.
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Deswegen kann es möglicherweise langfristig, für viele Nutzer, unmöglich sein, diese Informationen zu speichern und zu der größten Zentralisierung im Netzwerk führen.
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Siebtens, Langfristige Skalierung.
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Während Segwit einmalig die Netzkapazität erhöht, handelt es sich nicht um eine langfristige oder mittelfristige Lösung zu dem Skalierung-Problem.
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Es ermöglicht allerdings eine Layer-2 Netzwerklösung und behebt einen schwerwiegenden Quadratisch wachsenden Hash-Skalierungs Bug.
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Dies könnte zukünftige negative Auswirkungen in der Entwicklung, im Bereich der Skalierung, entgegenwirken, sobald sie auftauchen.
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Begutachtungen und Tests sind selbstverständlich, von vielen Personen und Gruppen, durchgeführt worden, um Probleme in der Veröffentlichung zu finden.
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Die Core Entwickler sind sehr offen darin gewesen, all diese Probleme, auf ihrer Seite, aufzuführen und wie sie planen jede einzelne dieser anzusprechen.
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Unabhängig davon, wie unwahrscheinlich sie sein mögen.
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Jedoch existieren immer noch Core-Entwickler und bekannte Personen, die in dieser Angelegenheit auf der einen oder anderen Seite stehen
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und jede dieser Personen hat ihre eigene Begründung, für die vertretenden Ansichten.
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Einschließlich Jameson Lopp, von BitGo, der argumentiert, dass das Netzwerk so zu laufen hat, wie eine gut geölte Maschine.
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Andere wollen Leute, die hartnäckig auf Segwit beharren, zurücklassen und stattdessen keine Abstimmung daraus machen,
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sondern eine Methode zur Aktualisierung wählen, die sich nicht Rückgängig machen lässt, auch bekannt als "Hard Fork".
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Obwohl es noch viele weitere Gründe gäbe einen "Hard Fork" über einen "Soft Fork" zu wählen, in dieser Situation.
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Dennoch ist es eine gemeinsame Überzeugung, unter einigen Entwicklern, dass keine Einzelperson oder Gruppe das Recht hat, solch eine Änderung im Netzwerk zu erzwingen.
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Ein "Hard Fork" hätte dies zur Folge, es sei denn, eine erhebliche Anzahl von Nutzern würde dieser Änderung zustimmen.
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Bitcoin Entwickler Jeff Garzik argumentiert, dass Segwits Beharrlichkeit, sich über einen "Soft Fork" einzuführen,
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zu einem übermäßig komplexen System führt, welches nicht genügend Vorteile für die Nutzer bietet.
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Demgegenüber argumentiert Bitcoin Entwickler Luke Dashjr, dass ein "Hard Fork" für Segwit, nur dann eine deutliche Verbesserung darstellt,
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wenn es vorhandene "Wallet"'s inkompatibel macht, inklusive der Vernichtung aller Bitcoins, die möglicherweise noch im Netzwerk festhängen, bis nach eines geplanten "Hard Forks".
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Es gibt selbstverständlich Alternativen, an denen gearbeitet wird.
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Besonders anzumerken wären hier "Flexible Transaktionen" oder das "Bitcoin Verbesserungsprotokoll 134" von Tom Xander.
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Wiederum nicht ganz ohne Kritiker, aber auch nicht ganz ohne Befürworter. Wir beschäftigen uns mit diesem Thema eventuell ein anderes Mal.
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Sollte Segwit letztendlich Probleme in dessen Unterstützung haben, kann es sich eher als eine mögliche Antwort für Bitcoin's Probleme erheben.
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Und dann gibt es noch den Vorschlag, Segwit so umzufunktionieren, dass man die Änderung der Blockgröße außen vor lässt und sich auf willkommenere Änderungen konzentriert.
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Die Abstimmung über Segwits Implementierung sollte vom 18. November an beginnen. Von da an hat es ein Jahr zeit einen Konsens zu finden.
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Wenn sich in dieser Zeit kein Konsens finden lässt, wird Segwit, in dieser Art und Weise, nicht aktiv
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und das Bitcoin-Netzwerk würde sich in der gleichen Position, wie vor einem Jahr, wiederfinden. Jedoch nun, mit der Suche nach einer neuen Lösung.
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Einen recht herzlichen Dank an Luke Dashjr von "Bitcoin Core" und Tom Zander von "Bitcoin Classic", für die Hilfe beim Schreiben dieses Videos und den Quellenangaben.
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Sie waren eine große Hilfe, auch wenn sie zwei Seiten der gleichen Münze repräsentieren. Dennoch wusste ich, deren Einsichten, sehr zu schätzen zu wissen.
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Sie können Verlinkungen zu denen, als auch anerkannten Projekten in der Beschreibung unten finden.
[711]
Darunter "Bitcoin Knots", bei der es sich um Luke's Version von Bitcoin handelt, mit seinen eigenen Verbesserungen.
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und Tom's "Flexibles Transaktionen Modell", sowie alle Quellen dieses Videos.
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