The life cycle of a t-shirt - Angel Chang - YouTube

Channel: TED-Ed

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Übersetzung: Sophia von Stockert Lektorat: Sandra Schellhase
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Nehmen wir ein klassisches weißes T-Shirt.
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Zwei Milliarden T-Shirts werden jährlich verkauft und gekauft,
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und machen es zu einem der meistverbreiteten Kleidungsstücke.
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Aber wie und wo entsteht ein T-Shirt
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und wie groß ist seine Umweltbelastung?
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Kleidungsstücke unterscheiden sich,
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aber das Leben eines T-Shirts beginnt auf Farmen in Amerika, China oder Indien,
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wo Baumwollsamen für ihre Samenkapseln gesät, bewässert und großgezogen werden.
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Selbstfahrende Maschinen ernten diese Bausche vorsichtig,
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eine Entkörnungsmaschine trennt die Bausche von den Samen
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und die Baumwollflusen werden in 225 Kilogramm schwere Ballen gepresst.
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Baumwollpflanzen benötigen sehr viel Wasser und Pestizide.
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2700 Liter Wasser sind für die Herstellung eines durchschnittlichen T-Shirts nötig,
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genug, um 30 Badewannen zu füllen.
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Baumwolle benötigt mehr Insektizide und Pestizide
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als jedes andere Anbauprodukt der Welt.
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Diese Schadstoffe können krebserregend sein,
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der Gesundheit der Arbeiter schaden
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und Ökosysteme zerstören.
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Einige T-Shirts sind aus Biobaumwolle, angebaut, ohne Pestizide und Insektizide;
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dabei beträgt der Anteil der Biobaumwolle weniger als 1 %
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von den 22,7 Millionen Tonnen Baumwolle, die weltweit hergestellt werden.
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Verlassen die Baumwollballen die Farm,
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schiffen Textilwalzen sie in Spinnereien,
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meist in China oder Indien,
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wo Hightech-Maschinen die Baumwolle mischen,
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kardieren,
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kämmen,
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ziehen,
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dehnen
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und zuletzt in schneeweiße Fäden auf Spindeln drehen.
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Dann gelangt der Faden in eine Fabrik,
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wo große, kreisförmige Strickmaschinen sie zu Laken aus rauem grauem Stoff weben,
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die durch Hitze und Chemikalien schließlich weich und weiß werden.
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Der Stoff wird in Bleichmittel und Azofarbstoff getaucht,
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der die strahlende Farbe in rund 70 % aller Textilien ausmacht.
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Leider enthalten manche von ihnen krebserregendes Kadmium,
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Blei,
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Chrom
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und Quecksilber.
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Andere Schadstoffe und Chemikalien können Verunreinigungen auslösen,
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wenn sie als Giftmüll in Flüsse oder Ozeane gegeben werden.
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Die Technik mancher Länder ist so weit fortgeschritten,
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dass die gesamte Stoffherstellung nahezu ohne Menschen auskommt.
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Aber nur bis zu diesem Punkt.
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Nachdem der fertige Stoff in Fabriken ankommt,
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oft in Bangladesch, China, Indien oder der Türkei,
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sind Arbeitskräfte notwendig, um ihn zu T-Shirts zu vernähen:
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Komplizierte Arbeit, für die Maschinen nicht geeignet sind.
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Dieser Prozess hat seine eigenen Tücken.
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Bangladesch, zum Beispiel,
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hat China als größten Exporteur von Baumwoll-T-Shirts übertroffen,
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und beschäftigt 4,5 Millionen Menschen in der T-Shirt-Industrie,
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oft zu schlechten Konditionen und niedrigen Löhnen.
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Nach ihrer Herstellung reisen die T-Shirts per Schiff, Zug oder LKW,
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um in wohlhabenden Ländern verkauft zu werden:
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Ein Prozess, der T-Shirts eine enormen CO2-Bilanz verleiht.
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Einige Länder stellen ihre Kleidung selbst her,
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wodurch dieser Prozess wegfällt,
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aber insgesamt trägt die Textilproduktion zu 10 % der weltweiten CO2-Emissionen bei.
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Und es wird schlimmer.
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Billigere Kleidungsstücke und die Bereitschaft, diese zu kaufen,
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erhöhten die globale Produktion von 1994 bis 2014 um 400 %,
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auf bis zu 80 Milliarden Kleidungsstücken jährlich.
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Beim Käufer zu Hause
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verbraucht ein T-Shirt die meisten Ressourcen seines Lebens.
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Ein gewöhnlicher Haushalt in Amerika etwa wäscht nahezu 400-mal pro Jahr
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und verbraucht jedes Mal 150 Liter Wasser.
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Waschmaschinen und Trockner brauchen Energie,
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Trockner fünf bis sechs Mal so viel wie Waschmaschinen.
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Diese dramatische Veränderung im Textilkonsum der letzten 20 Jahre,
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vorangetrieben durch große Unternehmen und den Trend schnellebiger Mode,
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kostete die Umwelt,
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die Gesundheit der Landwirte
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und führte zu Arbeitsbedingungen, die fragwürdig erscheinen.
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Mode ist nun nach Öl der zweitgrößte Umweltverschmutzer.
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Aber wir können etwas tun.
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Wir können gebrauchte Kleidung kaufen
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oder Kleidung, die aus recyceltem oder organischem Material ist.
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Wir können Kleidung seltener waschen und draußen zum Trocknen aufhängen.
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Anstatt Kleidung wegzuwerfen,
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können wir sie spenden, recyceln oder als Putztücher verwenden.
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Letztlich können wir uns fragen,
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wie viele T-Shirts und andere Kleidung wir während unseres Lebens kaufen
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und was ihre Auswirkungen auf unsere Welt sein werden.