Make or Buy Entscheidung - Eigenfertigung vs. Fremdbezug - YouTube

Channel: Wirtschaft - simpleclub

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Hallo liebe Leute, mit dem folgenden
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Video zum Thema Make or Buy
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Entscheidung wollen wir euch den Tag
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heute so richtig versüßen.
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Warum das ganze Gefasel über diese
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sogenannte „Make or Buy
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Entscheidung“ ?
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Naja, die Unternehmen müssen ja
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wissen, ob sie eine bestimmte Leistung
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im Unternehmen selbst erbringen
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wollen, oder eben ganz easy dafür ein
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anderes externes Unternehmen
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engagieren.
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Jedes Unternehmen, das auf irgendeine
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Art und Weise ein bestimmtes Produkt
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auf dem Markt anbietet, muss sich
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Gedanken darüber machen, in welcher
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Form das zur Produktion benötigte
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Material beschaffen werden soll.
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Also wie die an den guten Stoff
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rankommen :D
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Wichtige Ziele beziehungsweise
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Schlüsselfaktoren sind dabei zum
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Beispiel, dass
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das richtige Material,
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in der richtigen Qualität,
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am richtigen Ort
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zur richtigen Zeit bereit steht.
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Dieses technische Ziel wird deshalb
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auch als die „4 R's der Beschaffung“
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genannt.
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Im Gegensatz dazu will man mit dem
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Hintergrund des ökonomischen Ziels
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die gesamten Beschaffungskosten bei
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gegebenen technischen Zielen
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minimieren.
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Man will halt, dass das ganze möglichst
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wenig kostet :D
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Man steht also bei der Beschaffung des
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Materials vor der Frage:
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Make oder Buy?
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Selbst machen oder kaufen?
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Gucken wir uns erstmal den
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Unterschied zwischen Fremdbezug und
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Eigenfertigung an.
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Entscheidet sich das Unternehmen
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dazu, das Material von einer anderen
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Firma zu beziehen, fallen variable
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Kosten an. Denn je mehr bestellt wird,
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desto höher sind logischerweise auch
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die Gesamtkosten.
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Vergleichbar mit einem Abend in einer
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Bar. Je mehr du trinkst, desto
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beschissener ist der Kater am nächsten
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Tag.
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Bei der Eigenfertigung ist das anders:
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Will man dagegen das Material selbst
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herstellen, fallen neben variablen
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Kosten auch Fixkosten an.
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Fixkosten sind zum Beispiel Maschinen
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die ihr kaufen müsst, damit ihr das
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Zeug herstellen könnt.
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Genug jetzt aber mit der Theorie,
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schauen wir uns dazu ein Beispiel an.
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Wie auch nicht anders erwartet tritt
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wieder unsere heißbegehrte
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SimpleCompany AG ins
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Scheinwerferlicht.
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Es geht um die Frage, ob das neue
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SimplePhone selbst hergestellt oder von
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einer anderen Firma geliefert werden
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soll.
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Werden die Smartphones am eigenen
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Standort produziert, fallen jährliche
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fixe Kosten von 25 Millionen Euro an
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plus Stückkosten in Höhe von 225
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Euro.
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Sollen die Handys hingegen von der
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ChinaCompany AG bezogen werden,
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sind zwar die Arbeitskräfte billiger,
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allerdings fallen zusätzliche
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Transportkosten und ein bestimmter
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Gewinnanteil an die ChinaCompany
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AG ab, sodass der Stückpreis auf 265
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Euro steigt. Dafür gibt’s beim
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Fremdbezug keine Fixkosten.
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Der Absatz auf dem Markt wird von
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der SimpleCompany AG auf jährlich
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ca. 750.000 Stück geschätzt.
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Das ganze zeichnen wir uns jetzt mal in
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ein Koordinatensystem mit folgenden
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Funktionen:
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Für die Eigenfertigung: f(x) =
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25.000.000 + 225x
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Für die Fremdbezug: f(x) = 265x
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Der Schnittpunkt beider Funktionen
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liegt bei einer Menge x = 625.000.
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Das ist der sogenannte Break­Even- Point.
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X steht dabei für die Anzahl an
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produzierten Handys.
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Das bedeutet also, dass ab einer
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Produktionsmenge von 625 000
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SimplePhones die Kosten der
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ChinaCompany AG höher sind als die
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Kosten es selbst zu produzieren.
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Bleibt noch die Frage: Also Make or
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Buy?
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Da auf dem Markt der Absatz auf
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750.000 Smartphones geschätzt wird,
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ist es für die SimpleCompany AG
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lukrativ, die Handy selbst zu
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produzieren.
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Ab 625.000 Smartphones wäre es ja
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teurer bei der ChinaCompany AG.
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Also: Make!
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Wie man also sehen konnte, spielen
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neben geschätztem Absatz auf dem
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Markt auch Größen wie variable
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Stückkosten, Fixkosten oder Break- Even­Punkt bei der Make­or­Buy­Wahl
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eine entscheidende Rolle.
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Allerdings sind auch weitere Kriterien
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bei dieser Entscheidung zu
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berücksichtigen.
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Bei der Eigenfertigung bleibt die
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Kontrolle über den Fertigungsprozess.
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Man kann selbst Know­How im
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eigenen Unternehmen ansammeln.
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Beim Fremdbezug hat man jedoch den
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Vorteil, dass man strategisch flexibel
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bleibt, da keine Fixkosten anstehen.
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Man muss also in keine Maschinen
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investieren, die dann vielleicht
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irgendwann nur rumstehn, wenn man
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das Produkt nicht mehr produziert.
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Außerdem kriegt man durch die
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Connections Zugang zum Know­How
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von den Lieferanten.
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Make or Buy ist auch ziemlich nützlich
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im Alltag. Zum Beispiel ob ihr eurer
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Omma zum Geburtstag den Kuchen
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selbst backt oder einfach beim Bäcker
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eures Vertrauens kauft :D
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Wie Make or Buy im Alltag aussieht
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erklären euch unsere Kollegen von
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MLP financify. Klickt einfach hier auf
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das Video, lohnt sich! :)
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Und vergesst auch nicht ein Abo auf
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deren Kanal.
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In dem Sinne: Hautsa rein und machts
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wie immer jut. Ciau :)