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Vereinte Nationen (UNO) einfach erklärt (explainity® Erklärvideo) - YouTube
Channel: explainity ® Erklärvideos
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Das sind Hannes und Ben und die
hauen sich gerne mal die Köpfe ein.
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Und damit sind sie aber nicht die einzigen,
denn es gibt viele Menschen und auch
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Länder, die das genauso tun, was im
schlimmsten Fall in verheerenden
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Kriegen enden kann.
Damit solche Konflikte friedlich
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gelöst werden können,
wurde 1945 die UNO gegründet.
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Diese drei Buchstaben stehen für
"United Nations Organization",
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zu Deutsch: Vereinte Nationen.
Diese Organisation ist also ein
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Zusammenschluss von vielen Ländern
und hat sich drei ziemlich hohe Ziele gesteckt:
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Den Weltfrieden sichern,
Menschenrechte durchsetzen
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und für soziale Gerechtigkeit sorgen.
Ist doch eine runde Sache, oder?
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Naja, ein paar Schönheitsfehler hat
die Sache dann doch.
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Denn wenn man einmal genau
hinschaut sieht man, dass es mit
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dem Weltfrieden leider
nicht so weit her ist.
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Ein Beispiel: So wie Hannes und Ben
hauen sich auch Land A und Land B
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ständig die Köpfe ein.
Die Streitigkeiten gehen so weit,
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dass sogar viele Bürger der
Länder getötet werden,
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obwohl die doch gar
nichts für den Streit können!
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Monatelang fallen nicht nur Schüsse,
sondern auch Menschen,
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doch wo bleibt die UNO
mit dem Weltfrieden?
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Um das zu verstehen, muss man
sich erst einmal anschauen,
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wie die UNO überhaupt aufgebaut ist... Sie
besteht aus mehreren Unterorganisationen.
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Die wichtigsten sind:
1. die Generalversammlung,
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in der alle 193 Mitgliedsstaaten
der UNO vertreten sind.
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2. das Sekretariat mit dem
Generalsekretär Ban Ki Moon
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an der Spitze 3. der Internationale
Gerichtshof in Den Haag und
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4. der Sicherheitsrat.
Es gibt aber auch viele weitere
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Einzelorganisationen wie z.B.
das Kinderhilfswerk UNICEF
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oder die
Weltgesundheitsorganisation (WHO).
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Zuständig für Konflikte wie z.B.
zwischen Land A und Land B
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ist der Sicherheitsrat.
Er kann Erklärungen formulieren,
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in denen staatliche
Handlungen verurteilt werden;
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diese ziehen aber häufig keine
konkreten Folgen nach sich.
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Wirksamer ist da eine
sogenannte Resolution:
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Darin werden über die Erklärung
hinaus noch Strafen und
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Sanktionen angedroht und eventuell
sogar ein militärischer Einsatz der
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sogenannten Blauhelmsoldaten
zur Friedenssicherung beschlossen.
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Der Weg zu einer solchen
Resolution ist allerdings ziemlich weit
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und kann daher sehr lange dauern.
Das liegt an der Zusammensetzung
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des Sicherheitsrates, denn der
besteht aus 15 Mitgliedsstaaten.
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Fünf davon sind ständige Mitglieder:
Die USA, Frankreich, Russland,
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China und Großbritannien.
Die übrigen 10 Mitglieder bleiben
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jeweils nur 2 Jahre im Sicherheitsrat,
dann wird gewechselt.
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Damit eine Resolution oder eine
Erklärung durchgesetzt werden kann,
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müssen 9 der 15 Mitglieder zustimmen.
Damit aber nicht genug,
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denn die 5 ständigen Mitglieder
besitzen ein sogenanntes Veto-Recht.
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Sobald eines dieser „Veto-Mächte“
Einspruch gegen eine Resolution erhebt
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ist diese damit blockiert und
wird nicht angenommen.
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Das Problem dabei: Der
Sicherheitsrat ist wie ein bunter Zoo,
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denn jedes der 15 Länder bringt
eine andere Kultur und
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andere Interessen mit sich,
sodass jedes Land
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unterschiedliche Vorstellungen vertritt.
Um einen Beschluss durchzubringen
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ist es also nötig sich in der Mitte bei
einem gemeinsamen Konsens zu treffen.
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Und der ist häufig ziemlich mager,
da auf dem Weg dorthin
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viele Kompromisse eingegangen
werden mussten.
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Der Sicherheitsrat kann also
nur schnell und stark reagieren,
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wenn seine Mitglieder gemeinsam
an einem Strang ziehen
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– und das ist leider
nicht so häufig der Fall.
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Deshalb sind sich im
Moment alle einig,
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dass die UNO und ihr Sicherheitsrat
reformiert werden sollten.
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Für diese Reformen gibt es allerdings
viele unterschiedliche Vorschläge.
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Alle berücksichtigen jedoch,
dass sich die Machtverteilung
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zwischen den Ländern
inzwischen verändert hat,
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wodurch die Zusammensetzung
des Sicherheitsrates also
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nichtmehr repräsentativ ist.
Außerdem sind seit der Gründung
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der UNO neue Herausforderungen
hinzugekommen, wie z.B.
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der Klimawandel, das rasante
Bevölkerungswachstum auf der Erde
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oder die zunehmende Bedrohung
des Friedens durch Konflikte
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innerhalb eines Landes.
Eine Reform hat jedoch viele
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Hürden zu bewältigen bevor
sie umgesetzt werden kann,
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da ein Großteil der UNO-Länder
und alle Veto-Mächte ihre
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Zustimmung geben müssen.
Wie die Zukunft aussieht und
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wann es Reformen geben wird,
das steht also noch in den Sternen,
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die Bemühungen und Diskussionen
sind jedoch in vollem Gang...
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