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Channel: Top Gear

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Das Standardauto ist nur ein großer Witz. Es tollt schwanzwedelnd umher,
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wenn man das Gas berührt.
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Man merkt, dass es gebaut wurde, um in der Runde Spaß zu haben.
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Das hier wurde gebaut, um schnell zu sein.
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Wenn man anfängt, Kurven zu fahren,
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ist es so viel fokussierter und direkter.
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Das ist ein ernstes Auto.
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Ich wette, es kennt keinen einzigen Witz.
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Wenn man natürlich die Traktionskontrolle ausschaltet
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und auf die Pedale latscht, kann er mal aus der Rolle fallen.
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Aber man merkt sofort, dass er das nicht will.
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Das mag er nicht.
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"Ich bin ein ernstes Rennauto, englischer Sir. Fahr mich nicht mit Clownsschuhen."
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Glücklicherweise, obwohl es ein ernstes Auto ist,
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sah Mercedes sich nicht veranlasst, den Innenraum
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öde zu halten wie einen schwedischen Krimi.
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Es hat trotzdem Navi, Klimaanlage und viele Knöpfe, die Dinge tun.
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Es ist also luxuriös und schnell.
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Und sehr, sehr gut. Aber heute
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wird es ziemlich überschattet von diesem hier.
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Einerseits, weil dies das erste Auto ist,
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das seine eigene Signalweste mitbringt,
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andererseits, weil es 739 Pferdestärken aufweist.
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Wollt ihr das mal hören?
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Dann dreht die Lautstärke eures TV hoch und hört euch das an.
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Willkommen beim weltweit ersten Elektro-Superauto.
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Ich bin verblüfft.
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Es ist so leise wie eine Bibliothek für Kirchenmäuse.
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Es ist so leise, dass man in den Audiosettings etwas eingebaut hat,
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das etwas Lärm erzeugt, um einen wach zu halten. Machen wir das mal an.
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Funktioniert nicht. Nur ein Summen.
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Das ist aber kein Weltuntergang,
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denn es gibt eine andere Art, um in diesem Auto wach zu bleiben.
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Man stellt den Sport-Plus-Modus ein und drückt den Fuß runter.
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Heiliger Bimbam. Das sind 160 km/h.
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190.
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Das ist unfassbar. Und hört mal.
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Um rauszufinden, wie schnell er ist, stellte ich ihn zum Dragsterrennen
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gegen seinen Benziner-Zwilling auf.
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Ich habe 117 Pferdestärken mehr als er,
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aber ich glaube nicht, dass ich gewinne, denn hier drunter
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befinden sich 846 Batterien, daher ist er eine halbe Tonne schwerer.
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Er ist elektrisch, wie ein Mixer oder eine Taschenlampe.
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Und wie kann eine verherrlichte Taschenlampe einen 6,2-Liter-V8 besiegen?
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Drei, zwei, eins.
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Doch keine Taschenlampe!
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Das ist ein wilder Hase!
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Was treibt dieses Ding nur an?
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So sieht ein elektrischer SLS aus,
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wenn man seine Signalweste auszieht. Und das ist der Schlüssel.
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Der Elektromotor hat die Größe einer Wassermelone.
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Er hat ein bewegliches Teil und produziert alle seine Drehmomente,
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von denen es viele gibt, wenn man das Gas berührt.
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Alle Elektroautos, wie der G-Wiz, der Nissan Leaf, sie alle
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haben einen von denen, aber der SLS hat vier.
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Einer für jedes Rad, also hat er Allradantrieb.
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Er hat eine Schubstangen-Aufhängung wie bei der Formel 1
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und eine niedrige Schwerpunkthöhe, denn die Batterien
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sind alle auf dem Chassis angebracht.
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Theoretisch müsste das Fahrverhalten also der enormen Kraft entsprechen.
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Im Komfortmodus fühlt es sich ganz normal an,
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aber wenn man den Sportmodus einstellt,
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beginnt das elektronische Hexenwerk.
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In einer Ecke treibt der Motor die Innenräder an,
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und das kann ich fühlen.
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Sie verwenden die Art von Bremsen, die die Zügel festhalten,
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und ich fühle, wie das Auto eingezogen wird.
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Er hat ein System, das Saft in die Batterien pumpt,
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wenn man langsamer wird. Wie eine Motorbremse.
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Es ist aber keine.
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Ein Computer entscheidet, welches Rad zu welcher Zeit
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wieviel Power erhalten soll. Das Fazit ist,
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es fühlt sich anders an als alles, was ich je gefahren habe.
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Es fühlt sich unruhig und nervös an, wie ein Vollblüter.
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Es fühlt sich toll an.
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Fassen wir also zusammen.
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Sofortiges Drehmoment, wilde Kraft, faszinierende Geschwindigkeit.
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Mercedes-Qualität, kein Lärm und eine Benzinrechnung gleich Null.
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Klingt traumhaft, aber es gibt auch Nachteile.
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Wie die Reichweite.
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Wollte man dieses Auto von London nach Manchester fahren,
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müsste man in Stoke-on-Trent halten und 20 Stunden lang aufladen.
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Mercedes sagt selbst, dass es vollgetankt nicht mal
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zwei Runden am Nürburgring schaffen würde. Sie könnten recht haben.
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Ich war nur sieben Minuten hier draußen
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und habe 44% des Stroms verbraucht.
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Und das ist nicht alles.
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Dieser elektrische SLS kostet 360.000 Pfund,
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dafür bekommt man einen SLS Black mit 91.000 Liter Benzin.
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Damit kommt man von hier bis zum Mond.
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Demzufolge müsste man weich in der Birne sein, den gelben Wagen zu kaufen
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und nicht den V8.
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Aber wenn man keine Wahl hat und die Ölreserven verbraucht sind,
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zeigt uns dieses Auto, dass die Rennwagen überleben werden.