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Michael Porter: Why business can be good at solving social problems - YouTube
Channel: unknown
[0]
Übersetzung: Vanessa Tahal
Lektorat: P Hakenberg
[12]
Ich denke, wir sind uns alle bewusst,
[14]
dass die Welt heutzutage voller Probleme ist.
[17]
Wir hören sie
[19]
heute, gestern, und seit
Jahrzehnten an jedem einzelnen Tag.
[23]
Ernste Probleme, große Probleme,
dringende Probleme.
[27]
Mangelhafte Ernährung, Zugang zu Wasser,
[30]
Klimawandel, Abholzung,
[33]
mangelnde Kenntnisse,
Unsicherheit, Nahrungsknappheit,
[37]
unzureichende Gesundheitsversorgung,
Verschmutzung.
[40]
Probleme über Probleme,
[41]
und ich denke, das was diese Zeit
von jeder anderen unterscheidet,
[44]
an die ich mich erinnern kann in
meiner kurzen Zeit auf Erden,
[48]
ist unser Bewusstsein dieser Probleme.
[50]
Wir sind uns dessen alle sehr bewusst.
[53]
Warum haben wir so große Schwierigkeiten,
[55]
mit diesen Problemen umzugehen?
[57]
Das ist die Frage, mit der ich mich beschäftige
[60]
aus meiner völligen anderen
Perspektive.
[64]
Ich bin keiner dieser soziale-Probleme-Typen.
[67]
Ich beschäftige mich mit Unternehmen,
[70]
helfe Unternehmen, Geld zu machen.
[73]
Gott bewahre.
[76]
Also, warum haben wir
so viele Schwierigkeiten
[79]
mit diesen sozialen Problemen,
[83]
und spielen Unternehmen dabei eine Rolle,
[85]
und wenn ja, welche Rolle spielen sie?
[88]
Ich denke, um diese Frage anzugehen,
[91]
müssen wir einen Schritt zurückgehen
und darüber nachdenken:
[95]
wie ist unser bisheriges Denken und Verständnis
[99]
der Probleme und der Lösungen
[101]
für diese großen sozialen Herausforderungen,
vor denen wir stehen?
[105]
Ich denke, dass viele die
Unternehmen als das Problem
[108]
gesehen haben, oder zumindest
als eines der Probleme
[110]
der vielen sozialen Herausforderungen,
vor denen wir stehen.
[113]
Denken Sie an die Fast-Food-Industrie,
[115]
die Pharmaindustrie, den Bankensektor.
[117]
Das ist der Tiefpunkt
[119]
des Respektes gegenüber Unternehmen.
[122]
Unternehmen werden nicht als Lösung betrachtet.
[123]
Für die meisten Leute sind sie das Problem.
[127]
Und das ist in vielen Fällen richtig.
[129]
Es gibt viele schwarze Schafe dort draußen,
[131]
die die falschen Dinge getan und
[134]
die Probleme noch verschärft haben.
[135]
Also ist diese Sichtweise vielleicht gerechtfertigt.
[139]
Wie haben wir bisher dazu geneigt, die Lösungen
[142]
dieser sozialen Probleme,
[144]
dieser vielen Fragen, die sich der
Gesellschaft stellen, zu sehen?
[147]
Wir neigten dazu,
die Lösungen in
[149]
Nicht-Regierungs-Organisationen,
[151]
Regierungen,
[153]
Hilfsorganisationen, zu sehen.
[155]
In der Tat sind die außergewöhnlichen Organisationseinheiten
[157]
dieses Zeitalters die zahlenmäßig
rasant ansteigenden Nichtregierungsorganisationen
[162]
und sozialen Organisationen.
[165]
Dies ist eine einzigartige, neue Organisationsform,
[167]
dessen Entstehung wir gesehen haben.
[169]
Enorme Innovationen, enorme Energie,
[172]
enormes Talent wurden durch diese Strukturen
[175]
hervorgerufen um zu versuchen,
[177]
mit all diesen Herausforderungen
klarzukommen.
[182]
Und viele von uns hier
sind darin hoch involviert.
[186]
Ich bin Wirtschaftsprofessor,
[188]
aber ich habe bis jetzt, denke ich,
vier gemeinnützige Organisationen gegründet.
[192]
Wann immer ich mich für ein
soziales Problem interessiert habe
[194]
und mir dessen bewusst wurde, habe ich eine
[197]
gemeinnützige Organisation gegründet.
[199]
Das war die Art und Weise, mit der wir
[202]
mit diesen Problemen umgingen.
[203]
Sogar ein Wirtschaftprofessor
hat so darüber gedacht.
[208]
Aber ich denke jetzt, dass
[210]
wir das für eine ganze Weile so getan haben.
[213]
Wir sind uns dieser Probleme
seit Jahrzehnten bewusst.
[215]
Wir haben Jahrzehnte an Erfahrungen
[217]
mit unseren NGOs und
unseren staatlichen Institutionen
[222]
und es gibt eine unangenehme Realität.
[223]
Die unangenehme Realität ist, dass wir
[225]
nicht schnell genug Fortschritte machen.
[228]
Wir gewinnen nicht.
[231]
Diese Probleme scheinen
immer noch sehr gewaltig
[233]
und sehr hartnäckig zu sein
[234]
und jede Lösung, die wir finden
[237]
ist eine kleine Lösung.
[239]
Wir machen stufenweise Fortschritte.
[242]
Was ist die grundlegende Schwierigkeit
[245]
mit diesen Problemen umzugehen?
[248]
Wenn wir einmal diese gesamte
Komplexität wegdenken,
[252]
dann haben wir das Problem des Ausmaßes.
[256]
Was wir tun, reicht nicht.
[259]
Wir können Fortschritte machen.
Wir können Nutzen daraus ziehen.
[262]
Wir können unsere Ergebnisse zeigen.
Wir können die Dinge besser machen.
[265]
Wir helfen. Wir machen es besser.
Wir machen es gut.
[269]
Aber es reicht nicht.
[272]
Wir können keinen großen Einfluss
auf diese Probleme nehmen.
[277]
Warum ist das so?
[278]
Weil wir nicht über die finanziellen Mittel verfügen.
[282]
Und das ist jetzt ziemlich klar.
[284]
Und das ist jetzt deutlicher,
als es seit Jahrzehnten war.
[287]
Es gibt einfach nicht genug Geld,
[290]
um diese Probleme umfänglich
[294]
mit den aktuellen Vorgehensweisen zu behandeln.
[296]
Es gibt nicht genug Steuereinnahmen,
[299]
nicht genug gemeinnützige Spenden,
[303]
um mit diesen Problemen so umzugehen,
wie wir es derzeit machen.
[306]
Wir müssen uns der Realität stellen.
[311]
Und der Mangel an finanziellen Mitteln,
[314]
um diesen Problemen
zu begegnen, wird sicher wachsen
[318]
in der fortschrittlichen Welt heute,
[321]
mit all den finanziellen Problemen, die wir haben.
[326]
Wenn es also im Grunde ein
finanzielles Problem ist,
[330]
wo sind dann die finanziellen Mittel
in der Gesellschaft?
[334]
Wie entstehen diese finanziellen Mittel,
[336]
die Mittel, die wir brauchen werden, um
[338]
all diesen sozialen Herausforderungen
gerecht zu werden?
[342]
Ich denke, die Antwort ist ziemlich deutlich:
[345]
Sie stecken in Unternehmen.
[349]
Jeder Wohlstand wird in der Tat
durch Unternehmen geschaffen.
[354]
Unternehmen schaffen Wohlstand,
[357]
wenn sie auf Bedürfnisse treffen,
mit denen sie Gewinne machen können.
[362]
So entsteht jeglicher Wohlstand.
[364]
Wenn Bedürfnisse gewinnbringend erfüllt werden,
[367]
was zu Steuern führt
[369]
und die führen zu Einkommen
[371]
und das führt zu karitativen Spenden.
[373]
Das ist es, wo all die
finanziellen Mittel herkommen.
[376]
Nur Unternehmen können
finanzielle Mittel generieren.
[379]
Andere Institutionen können sie verwenden,
[381]
um wichtige Arbeit zu leisten,
[382]
aber nur Unternehmen können sie erzeugen.
[385]
Und Unternehmen erzeugen sie,
[387]
wenn sie Bedürfnisse
gewinnbringend erfüllen können.
[395]
Finanzielle Mittel werden vorrangig
[398]
durch Unternehmen generiert.
[400]
Die Frage ist also:
"Wie können wir sie anzapfen?"
[405]
Wie können wir sie anzapfen?
[408]
Unternehmen erzeugen
diese finanziellen Mittel,
[410]
wenn sie Gewinne machen.
[415]
Dieser Gewinn ist die kleine Differenz
[418]
zwischen dem Preis und
den Kosten der Produktion
[423]
für die jeweilige Lösung, die
das Unternehmen gefunden hat
[426]
für das jeweilige Problem,
das sie versuchen zu lösen.
[429]
Aber dieser Gewinn ist der Zaubertrick.
[436]
Warum? Weil Gewinne es uns erlauben,
jegliche Lösung,
[440]
die wir geschaffen haben,
[443]
beliebig zu vergrößern.
[447]
Denn, wenn wir Gewinne machen,
[449]
dann sind es 10, 100, eine Million,
[453]
100 Millionen, eine Milliarde.
[456]
Die Lösung wird dadurch selbsttragend.
[461]
Das ist es, was Unternehmen bewirken,
[464]
indem sie Gewinne erzielen.
[467]
Und was hat das alles jetzt
[470]
mit sozialen Problemen zu tun?
[473]
Eine Denkweise ist:
Lasst uns diese Gewinne nehmen
[476]
und sie in soziale Probleme umleiten.
[481]
Unternehmen sollten mehr tun.
[483]
Unternehmen sollten verantwortungsbewusster sein.
[484]
Und das war der Weg, auf dem wir uns befanden
[487]
mit unseren Unternehmen.
[489]
Aber noch einmal, dieser Weg,
auf dem wir uns befanden,
[491]
führt uns nicht dorthin,
wo wir hinwollen.
[495]
Ich begann als Strategie-Professor
[499]
und ich bin noch immer ein Strategie-Professor.
[500]
Ich bin stolz darauf.
[501]
Aber ich habe mich
im Laufe der Jahre
[503]
immer mehr mit sozialen Angelegenheiten beschäftigt.
[506]
Ich habe mich mit
Gesundheitsversorgung, Umwelt,
[509]
wirtschaftlicher Entwicklung und
Bekämpfung von Armut beschäftigt
[512]
und als ich immer weiter
im sozialen Bereich arbeitete,
[517]
erkannte ich etwas,
[518]
das tiefgreifende Auswirkungen auf mich hatte
[522]
und auf eine Weise auf mein gesamtes Leben.
[525]
Die weit verbreitete Weisheit in der Wirtschaft
[529]
und die Sicht auf Unternehmen war historisch
[533]
tatsächlich so, dass es einen Zielkonflikt
[537]
zwischen sozialer und
wirtschaftlicher Leistung gibt.
[542]
Die weit verbreitete Weisheit war,
[543]
dass Unternehmen Gewinne machen,
[546]
indem sie soziale Probleme verursachen.
[548]
Das klassische Beispiel ist die Verschmutzung.
[550]
Wenn ein Unternehmen die Umwelt verschmutzt,
dann macht es mehr Geld,
[553]
als wenn es versuchen würde,
die Verschmutzung zu reduzieren.
[558]
Verringerung der Verschmutzung ist teuer,
[560]
weshalb Unternehmen dies nicht machen wollen.
[565]
Es ist rentabel, eine
gefährliche Arbeitsumgebung zu haben.
[568]
Es ist zu teuer, eine sichere
Arbeitsumgebung zu haben,
[571]
somit machen Unternehmen mehr Geld,
[572]
wenn sie keine sichere Arbeitsumgebung haben.
[574]
Das war die weit verbreitete Weisheit.
[578]
Viele Firmen sind dieser weit
verbreiteten Weisheit zum Opfer gefallen.
[580]
Sie weigerten sich gegen
Umweltverbesserung.
[583]
Sie weigerten sich gegen
eine Verbesserung des Arbeitsplatzes.
[588]
Diese Denkweise führte
meiner Meinung nach
[592]
zu vielen Verhaltensweisen,
[593]
die wir an Unternehmen kritisieren,
[595]
die ich an Unternehmen kritisiere.
[598]
Aber je tiefer mein Einblick
in all die sozialen Probleme wurde,
[601]
eines nach dem anderen,
[604]
und je mehr ich tatsächlich versuchte,
mich ihrer anzunehmen,
[607]
ich, persönlich, in einigen Fällen
[609]
durch gemeinnützige Organisationen,
mit denen ich arbeitete,
[612]
desto mehr wurde mir bewusst,
dass in der Realität
[615]
das Gegenteil der Fall ist.
[617]
Unternehmen erzielen keine Gewinne,
[618]
nicht im ursprünglichen Sinn,
[620]
indem sie soziale Probleme verursachen.
[624]
Das ist eine sehr vereinfachende Sichtweise.
[627]
Je genauer wir uns
diese Problematik anschauen,
[629]
umso besser verstehen wir,
[631]
dass Unternehmen sogar Gewinne erzielen,
[633]
indem sie soziale Probleme lösen.
[635]
Dort liegt der wahre Gewinn.
[638]
Nehmen wir zum Beispiel Verschmutzung.
[640]
Wir haben heute gelernt,
[643]
dass die Verringerung von Verschmutzung
und Emissionen sogar
[645]
zu Gewinnen führt.
[649]
Es spart Geld.
[651]
Es macht das Unternehmen
produktiver und effizienter.
[652]
Es verschwendet keine finanziellen Mittel.
[654]
Eine sichere Arbeitsumgebung führt tatsächlich
[656]
zur Vermeidung von Unfällen;
[658]
Es macht das Unternehmen rentabler,
[659]
weil es ein Zeichen gut organisierter Abläufe ist.
[662]
Unfälle sind teuer und kostspielig.
[667]
Thema für Thema für Thema lernen wir,
[669]
dass es in Wirklichkeit keinen Zielkonflikt
[672]
zwischen sozialem Fortschritt
[676]
und wirtschaftlicher Effizienz gibt,
[679]
in keinster Weise.
[681]
Ein weiteres Problem ist Gesundheit.
[682]
Ich meine, wir wissen,
[685]
dass gesunde Angestellte etwas sind,
[687]
dass jedes Unternehmen hoch schätzen sollte,
[688]
weil Gesundheit es diesen Angestellten ermöglicht,
[690]
produktiver zu sein und zur Arbeit zu kommen
[692]
und nicht abwesend zu sein.
[694]
Die tiefergehende Arbeit,
die neue Arbeit, die neue Denkweise
[697]
an der Schnittstelle zwischen
Unternehmen und sozialen Problemen
[702]
zeigt uns tatsächlich,
dass es eine grundlegende,
[705]
tiefe Synergie gibt,
[706]
besonders, wenn wir nicht
in kurzen Zeiträumen denken.
[710]
Über kurze Zeit betrachtet,
[712]
täuscht man sich manchmal selbst
bei dem Gedanken,
[714]
dass es völlig entgegengesetzte Ziele seien,
[717]
aber langfristig lernen wir letzten Endes,
[719]
in jedem Bereich, dass dies einfach nicht wahr ist.
[724]
Wie können wir uns also
[727]
den Einfluss der Unternehmen
[730]
auf grundlegende Probleme,
[732]
mit denen wir konfrontiert sind, erschließen?
[734]
Stellt euch vor, wir könnten es,
denn wenn wir es könnten,
[737]
könnten wir mehr erreichen.
[739]
Wir könnten aus diesem
enormen Pool an finanziellen Mitteln
[741]
und Organisationskapazitäten schöpfen.
[744]
Und ratet mal? Das ist es,
was jetzt endlich passiert,
[750]
zum Teil wegen Leuten wie Ihnen,
[754]
die diese Probleme jetzt
auf den Tisch gebracht haben,
[756]
Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt.
[759]
Wir sehen Firmen wie Dow Chemical,
[761]
die die Revolution anführen,
indem sie von trans- und
[763]
gesättigten Fettsäuren wegkommen,
und stattdessen neue Produkte einführen.
[766]
Das ist ein Beispiel der Firma Jain Irrigation.
[768]
Diese Firma hat Tausenden und Millionen von Bauern
[771]
die Tröpfchenbewässerung ermöglicht und somit
[773]
den Wasserverbrauch erheblich gesenkt.
[777]
Wir sehen Firmen wie das
brasilianische Forstunternehmen Fibria,
[780]
das eine Methode gefunden hat,
[781]
die Abholzung der alten Wälder zu vermeiden
[783]
und stattdessen Eukalyptus zu verwenden
und gleichzeitig höhere Erträge
[786]
pro Hektar Papierbrei zu erwirtschaften
[788]
und viel mehr Papier herzustellen,
[790]
als durch die Abholzung dieser alten Bäume.
[792]
Es gibt Firmen wie Cisco, die
[795]
bis heute vier Millionen Leute
in IT ausgebildet haben,
[799]
für die sie tatsächlich verantwortlich sind,
[801]
aber auch helfen, die Möglichkeiten
[803]
der Verbreitung von Informationstechnologie
[806]
zu erweitern und so die
gesamte Branche wachsen lassen.
[807]
Es gibt heutzutage grundlegende
Möglichkeiten für Unternehmen,
[812]
die sozialen Probleme
anzugehen und zu beeinflussen
[816]
und diese Gelegenheit
[817]
ist die größte Geschäftsmöglichkeit,
[820]
die es für Unternehmen gibt.
[824]
Die Frage ist nun, wie wir
Unternehmen davon überzeugen,
[826]
diesen Gedanken des "shared value", also geteilten Gewinnen, anzunehmen?
[830]
Das verstehe ich unter "shared value":
[831]
Sich einer sozialen Frage
mittels einer Geschäftsidee widmen.
[835]
Das ist "shared value".
[837]
"Shared value" ist Kapitalismus,
[839]
aber eine höhere Form des Kapitalismus.
[841]
Es ist Kapitalismus,
wie er letztendlich sein sollte,
[845]
Wichtige Bedürfnisse befriedigen,
[848]
und nicht stufenweiser Konkurrenzkampf
[851]
um triviale Unterschiede in Produkteigenschaften
[854]
und Marktanteilen.
[856]
"Shared Value" liegt vor, wenn wir soziale und
[858]
wirtschaftliche Werte zur gleichen Zeit erschaffen.
[861]
Es geht um das Finden derartiger Gelegenheiten,
[863]
die die größten Möglichkeiten des Umgangs
[866]
mit sozialen Problemen bieten,
[868]
weil wir ihren Wert bestimmen können.
[870]
Wir finden "shared value" auf zahlreichen Ebenen.
[874]
Es ist real. Es passiert.
[877]
Aber damit diese Lösung funktionieren kann,
[880]
müssen wir das Selbstverständnis der Unternehmen ändern
[884]
und dies wurde zum Glück ins Rollen gebracht.
[887]
Unternehmen tappten in die
Falle der weit verbreiteten Weisheit,
[890]
die besagte, dass sie sich nicht um
soziale Probleme kümmern müssten,
[892]
das diese etwas nebensächliches seien
[894]
und dass sich schon jemand
anderes darum kümmern würde.
[897]
Was wir jetzt sehen, sind Firmen,
[898]
die diese Idee aufgreifen.
[901]
Wir müssen uns aber auch vor Augen führen,
dass Unternehmen
[903]
dies effizienter tun,
[906]
wenn ihnen NGOs und Regierungen
[908]
zur Seite stehen.
[911]
Die neuen NGOs, die wirklich etwas bewegen,
[914]
sind die, die diese Partnerschaften gegründet
[916]
und diese Wege der Zusammenarbeit geebnet haben.
[918]
Die Regierungen, die die meisten Fortschritte machen,
[920]
sind die Regierungen, die Wege gefunden haben,
[922]
"shared value" im Geschäftsleben zu ermöglichen,
[925]
anstatt die Regierung den Akteur
[928]
zu sehen, der das alleinige Sagen hat.
[931]
Und Regierungen haben viele Möglichkeiten,
[934]
den Willen und die Fähigkeiten
der Unternehmen so zu beeinflussen,
[936]
dass sie in dieser Weise
am Wettbewerb teilnehmen.
[938]
Stellen Sie sich vor, wir bekommen die Unternehmen
dazu, sich selbst auf eine andere Weise zu sehen,
[941]
und wir bekommen andere dazu,
Unternehmen so zu sehen,
[944]
dann könnten wir die Welt verändern.
[947]
Ich weiß es. Ich sehe es kommen.
[950]
Ich fühle es.
[952]
Junge Leute wie meine Wirtschaftsstudenten in Harvard
[953]
haben es, denke ich, begriffen.
[957]
Wenn wir diese Grenze durchbrechen können,
[961]
dieses Unbehagen, diese Spannung,
[964]
dieses Gefühl, dass wir
[966]
in Bezug auf soziale Probleme
[968]
nicht ausreichend zusammenarbeiten;
[970]
wir können es durchbrechen
[972]
und letztendlich, so denke ich,
[974]
werden wir Lösungen finden.
[977]
Vielen Dank.
[980]
(Applaus)
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